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Sonntag, 29. Mai 2016

klamotten.post / draussen mit freunden



das label des rockes - couture!!!!

ines hat auf ihrem blog meyrose ein monatliches linkup - modejahr 2016 - mit wechselnden themen.
für mai:




foto: katrin t.

nun bin ich ja zwischen april und oktober quasi ständig draussen - meist jedoch allein in garten & sommersalon und in wenig vorzeigbarer gewandung - sieht mich ja keiner.
nach dem ich schon im april nicht mitgemacht habe beim thema outing - der drops ist schon lange gelutscht bei mir - wollte ich unbedingt im mai dabeisein!
und weil die ende-mai-mini-kollektion auf einem vintage dirndlrock gründet der eh noch nicht richtig gewürdigt wurde hier.....
....trug ich das gute stück auf einer wanderung mit meiner freundin katrin:

foto: katrin t.

foto: katrin t.

"obenrum" ein 15 jahre altes polo des bahnwärters - waren die damals noch dick und robust! praktische zopffrisur mit einem bandana - 1990 am pacific coast highway erworben - und natürlich wanderstiefel.

*

und da der stoff auch sitzen auf waldboden ohne klagen hinnimmt trug ich den rock zur samstäglichen tour mit meinem besten freund, dem bahnwärter - zum gärtner und in den supermarkt. mit einer weissen, bestickten, indischen bluse (in agra erworben), einem rotblauweissem tuch (erbstück), retro-sonnenbrille, rotem lackgürtel und ballerinas:




samstag abend trafen wir uns mit freunden auf der terrasse eines böhmischen hotels zum essen, ratschen und biertrinken.
bluse, rock und schuhe blieben an - nur der gürtel wurde ausgetauscht, vintage ohrclips und ein edelweiss-armband hinzugefügt und gegen die abendkühle eine wollene strickjacke - vintage natürlich. um bei all dem rosa nicht zu zuckrig zu werden durfte auch das klar gemusterte tuch wieder mit. 
haare etwas schief auf dem oberkopf zum dutt gedreht.......
fotos gibts keine - weder handy noch knipse waren mit dabei.



genau - 6 verschiedenen rottöne!

*

am nächsten samstag war der vintage dirndlrock immer noch im betrieb. freunde kamen zu besuch mit 2 kleinen jungs - da war es eine gute idee ob der hitze und der abwechslung zum spielen an die elbe zu gehen.
und während die knirpse mit begeisterung bötchen schwimmen liessen, steine ins wasser warfen und ihre hosen einweichten hat der bahnwärter sich seinem nebenjob als modefotograf gewidmet:








die bluse im 50er-jahre-schnitt ist von mir, der stoff hat im karo die gleichen farben wie der rock in den streifen - nur anders gewichtet. mattbraune accessoires für den rustikalen anlass.
jetzt hat sich der rock aber eine wäsche redlich verdient - die nächste minikollektion wartet schon auf den einsatz......





Freitag, 27. Mai 2016

bahnwärtergarten im mai

ich sitze im sommersalon und trinke mit quellwasser verdünnten holunderblütensirup vom letzten jahr - mit einem schuss weisswein drin.
die jungen vom hausrotschwanz rufen nach futter, der herr papa gibt derweil den chef und meckert jeden an der den garten betritt. auch im meisenkasten piepst´s. 2 wochen nach dem termin sind die pfingstrosen erblüht - aber die fallen schon unter juni....
meine staudenplanung scheint aufzugehen - überall dicke knospen!
auch an den holundersträuchern - das gibt wieder ordentlich sirup & saft.
aus den 4 erdbeerpflanzen vom letzten jahr ist ein mini-urwald geworden der über&über blüht - ein paar kleine grüne beerchen hängen auch schon dran - sah ich heut beim abranken. 
und es gibt ein tomaten-experiment! wir dürfen gespannt sein!
aber bis dahin - blümchen geniessen:


Mittwoch, 25. Mai 2016

wanderung / übers wandern



es wurden schon viele bücher geschrieben übers wandern - und je nach gesellschaftsform und gerade angesagter geisteshaltung sind die unterschiedlichsten texte herausgekommen....
gelesen habe ich davon z.b. hans christian andersens "reise von leipzig nach dresden und in die sächsische schweiz" - letztere erkundete er grösstenteils zu fuss - er wanderte also. und er schwärmte! nicht ungewöhnlich für einen romantiker und die damalige zeit.
kontrastprogramm: "rund um das wandern", renate florstedt, verlag für die frau, DDR, 1982. da springt einen der leistungsdruck aus jeder zeile an, wandern um der romantik willen wird als grossbürgerlicher mumpitz abgetan. man geht in die natur um den körper zu stählen für sozialismus und vaterland. gar nicht so weit weg von KDF.
und ich?
definitiv h.c.andersen. 
sicher - auch mein körper braucht bewegung um nicht zu verlottern. aber wenn es mir nur darum ginge tät ich einen hometrainer/laufband etc. anschaffen. wandern gehe ich wegen der natur, der landschaft, der gegend. das grün beruhigt die nerven, genauso wie die ruhe. beim staunen über die wunder der natur und der menschheit vergisst mein kopf die mühsal des lebens für eine weile. ich werde ganz leicht..... 





nun kann man ja in jedem stadtwald wandern. warum also genau hier?
das elbsandsteingebirge ist quasi ein hochkonzentrierter extrakt aus verschiedenen wandergebieten:
vom promenadenweg bis zum verschlungenem bergpfad und waghalsigem klettersteig liegt alles nah beieinander und noch viel mehr dazwischen. grandiose aussichten, stille winkel, besondere details und pittoreske anblicke auf kleinstem raum. erschütternd schöne natur und geheimnisvolle spuren der geschichte auf schritt und tritt - die poesie einer verwilderten kulturlandschaft - geschützt durch nationalparks vor der gier der menschen.





in einer nur 3-stündigen wanderung durchquert man die unterschiedlichsten landschaftsformen - hinter jeder kurve sieht es anders aus. das liegt unter anderem natürlich am steilen auf & ab des landschaftsprofils. eben noch über eine sonnenbeschienen wiese geht es plötzlich durch dunklen tann - der gerade noch bequeme weg schwingt sich gleich darauf über steile, bucklige stufen zwischen malerischen felsen hinauf - um im sonnenschein auf einem erika-umblühtem felsenriff mit fantastischer aussicht zu enden.....wir steigen eine leiter hinab und finden uns in einem wilden tal wieder durch dass ein munteres flüsschen plätschert. und auf dem heimweg kommen wir an alten siedlungen vorbei mit häusern wie aus dem märchen - und wenn wir glück haben hat die kneipe offen!







selbst mitten in der grössten wildniss haben die altvorderen ihre spuren hinterlassen - und zwar keinen müll, sondern spuren ihres fleisses und ihrer kreativität. 
die "steinernen rinnen" waren wohl mal teil eines prozessionsweges im böhmischen, katholischen teil des gebirges.






noch etwas gefällt mir am wandern - die eitelkeit der welt bleibt am stadtrand zurück.....