naja. ich übertreibe.
aber was wahres ist dran. denn bestellt man 2.hand-ware im internet, hat man immer den versand - die gelbe post kommt hier zwar mit einem elektroauto - aber all die anderen paketdienste fahren verbrenner, dieselkarren um genau zu sein.......
ist also garnicht so umweltfreundlich wie man sich gerne brüsten würde. zumal man ja im i-net schlecht anprobieren kann und dann gern zurückschickt.
eher persönlich finde ich die einschlägigen 2.hand-klamotten-internetportale zu teuer.
live und in farbe
real life 2.hand-läden und flohmärkte sind natürlich mühsam. man muss rumlatschen und -stehen, mit echten leuten kommunizieren und das wetter aushalten......
stört uns alles nicht!
wir gehen gern in trödel- & 2.hand-läden - aber am liebsten auf flohmärkte. der trubel dort, das feilschen und so tun als würde man die begehrte ware höchstens mittelmässig finden.... grosser spass. und oft trifft man unter händlern oder besuchern richtig coole leute oder sogar alte bekannte! mit einem kaffee vom mobilen stand wird die sache dann rund - abgesehen von den beutestücken, über die man sich ganz anders freut, als wenn man in der stille seiner bude ein paket aufmacht.
neulich
war hofflohmarkt in der neustadt von dresden - unser 4. schon. wer nie da war: die neustadt ist das szeneviertel der ansonsten sehr spiessigen landeshauptstadt.
ein relativ braves szeneviertel - dresden eben :-D
aber viele sehr junge leute, ein paar coole alte und ein haufen gören.
entsprechend muss man um ausladende stände mit spielzeug und kinderklamotten herumnavigieren, auch sind gerade die damenklamotten oft in zarten grössen wie ich sie das letzte mal mit 30 hatte..... aber wenn alles potenziell interessante auf´m silbertablet angeboten würde wäre es ja langweilig.
für langweilig muss ich nicht eine knappe stunde über land fahren.......
wir hatten hatten jedenfalls kaiserwetter für unseren samstagsausflug und richtig gute laune. die verwinkelten gründerzeit-innenhöfe quollen über von waren, kundschaft und fröhlichen verkäufern - dieser flohmarkt ist strikt nicht-kommerziell - nur privatleute dürfen ihren privaten kram verkaufen - standgebüren müssen sie nicht zahlen. hat den vorteil, dass die preise sehr überschaubar sind und die sachen gut gepflegt - kommt ja alles aus direkt den schränken der leute.
die beute
von oben nach unten:
ungetragene kenianische ledersandalen mit glasperlen (5€), coole & wie neue sonnenbrille (2€), ladenneue mütze aus organic cotton (5€) - steht uns beiden, das wird ein kampf ;-).
wollsiegelstrickjacke für den BW - mottenloch unter der achsel, gleich unsichtbar gestopft (12€).
ungetragenes animal-print fähnchen (3€) und leicht benutzte tasche (2€)
und der fang des jahres - eine neue wander-regenjacke für mich!
meine bisherige, ca. 13 jahre alte, war mir an den schultern so eng geworden, dass die nähte schon aufgerissen sind..... einen dicken pullover drunter? fehlanzeige.
aber das universum war freundlich und hat einen jungen mann eine wunderschöne jacke in schweden bestellen lassen - leider knapp zu eng - für ihn. für mich herrlich geräumig und auch schön lang übern hintern. perfekte farbe. inuit-kapuze - nicht eng am hals aber dicht schliessend am gesicht. grosszügig verstallbare ärmelbündchen. sehr geräumige taschen. keine herumbammelnden zugbänder, gut verräumt die dinger! kaum sichtbares label. 1x getragen. 25€ (neu laut i-net um die 100).
yeah!
quality time
der krönende abschluss des ganzen fand bei mandelmilchlatte und weizenfreiem kuchen in einem neuen hippen café, welches der weltbekannte dresdner DJ PURPLE DISCO MACHINE just eröffnet hatte, statt.
echt jetzt, könnt ihr gerne überprüfen :-D.