Montag, 5. Oktober 2026

NIX. FÜR. VEGETARIER.

 




MUSEUMSTAG

wir gehen gern in museen. am liebsten wochentags, da ist weniger besucherandrang.
ausser in moritzburg - da wimmelt es immer von touristen. sogar im winter dank kindischer aschenbrödelausstellung - die aussenaufnahmen des eingeschneiten märchenschlosses wurden am jagdschloss moritzburg gedreht......
nix gegen den film, der is süss.

also spätsommer, ein bedeckter tag. in den schlossteichen kaum noch wasser (hallo klimakatastrophe) - die karpfen schnappen mühsam nach luft.

im schloss ist es kühl, ausser oben unterm Dach, wo immer die sonderausstellungen stattfinden. dort steht die schwüle so schlimm, dass die räume mit den organischen ausstellungsstücken klimatisiert werden müssen......

womit wir bei dem grund unseres diesjährigen besuches wären:







(link zur ausstellung in der überschrift)

ein inuit-paar wurde durch USA und europa geschleift, um menschenzoomässig damit geld zu verdienen...... 
eine station war dabei auch das jagdschloss moritzburg. vor dem könig und den hofschranzen wurde vom inuit george auf dem grossteich eine gänsejagd mit speer, vom kajak aus, gezeigt, samt kenterrolle.
das war 1825.
da hatten die sächsischen herrnhuter brüder die inuit schon missioniert - deswegen "george" - und "mary", seine frau.
ausgestellt waren unter anderem die originalklamotten aus pelz und leder samt stiefeln, taschen etc. und werkzeuge und jagdwaffen wie speere. ausserdem von den herrnhutern gesammelte kunstobjekte und alltagsgegenstände. jede menge publikationen zu der damaligen "tournee" und zeichnungen und gemälde zeitgenössischer künstler - unter anderem ein schönes grosses portrait in öl von mary - darauf deutlich zu sehen ihre tätowierungen im gesicht - schon eine generation später hatten die missionare diesen brauch ausgetrieben....... 
(kommt aber grade wieder bei jungen inuitfrauen - sah ich neulich in einer aktuellen doku.) 

leider konnte man in der sonderausstellung nicht fotografieren, wegen der organischen artefakte war das licht sehr gedämpft - und blitz gehört sich nicht.


DAS SCHLOSS VON INNEN

in o.g. film sieht man jagdschloss moritzburg nur von aussen, die innenaufnahmen entstanden im studio.....
also mal ein paar bilderchen der wirklichen und wirklich prachtvollen räume - zur freude des fotografen gut ausgeleuchtet :-)

um ins thema reinzukommen: frühbarockes wimmelbild einer hofjagd:










ordentlich strecke gemacht!








im "monströsen-saal" schmücken neben flächendeckenden gemälden jede menge bizzar verkrüppelte geweihe, auf goldene hirschköpfe montiert, die wände. barocke faszination für die launen der natur.
das weiss-blaue "ding" ist ein ofen - unten schwarz gusseisen für die feuerstelle, oben meissner porzellan zur wärmespeicherung. 

treppenhaus:








das federzimmer

wandbehänge, bettumrandung und -himmel sind komplett aus in einen textilgrund eingewebten vogelfedern gestaltet!


(das zimmer darf nicht betreten werden, in der tür ist eine glasscheibe)








tischkultur

das viele wildbret musste ja auch verspeist werden - natürlich standesgemäss von meissner porzellan. hier das hahnenservice im chinoiseriestil samt kämpfenden hähnen und drachen.......

die zitronen sind auch aus porzellan - sehr lebensecht und jede ein unikat!








oben die schlosskapelle....












hubertuslegende und ein barockes facebook ;-)








billardzimmer mit dem original tisch......

geht ihr gern in museen - und wenn: in was für welche?

zu guter letzt noch eine weisshaarige dame (weissgepudert vermutlich) - vor vergoldeter ledertapete:






ps: das neueste im museumsbusiness sind offensichtlich kleine tablets, durch die die besucher das eh vor ihnen stehende betrachten können - sieht sehr merkwürdig aus, wenn um die 30 leute in einem raum mit den dingern rumwedeln.......
wir persönlich sind ja noch fähig, ein museum direkt ohne digitale verstärker zu geniessen. und auch zu verstehen. dafür sitzen wir dann auch mal ziemlich lange auf einer der bänke, um das ganze richtig wirken zu lassen oder unser kopfkino anzuschmeissen :-D




Montag, 28. September 2026

HORTENSIENVERSTEHERIN

 




allen widrigkeiten zum trotz

spätfröste, brüllende hitze und zuwenig regen. mögen hortensien garnicht. aber ganz offensichtlich mögen sie den bahnwärtergarten.
dabei habe ich sie nochnichtmal allzuhäufig gegossen - nur an den ganz schlimmen heissen tagen, aus dem regenreservoir versteht sich......
die weisse strauchhortensie hatte ich im frühjahr stark beschnitten, sie war viel zu ausladend geworden, ich hatte bei regen und wind immer angst, sie bricht. letztendlich hat in ein paar monaten fast wieder ihre grösse vom letzten jahr erreicht, ein bisschen lichter vielleicht...... wenigstens ist das totholz erstmal weg.
an den bauernhortensien wie immer nur abgestorbene triebe entfernt.


2  z u s t ä n d e

sommer und spätsommer. diese farbveränderungen sind immerwieder faszinierend - von klar und leuchtend zu gebrochen und staubig...... einfach so, als wäre es die einfachste sache von der welt. von hortensien kann man lernen, wie man in würde altert. jedes jahr wieder.





S O M M E R






























a n z u g

kleid von mir, stoff aus den 1950ern. jacke in den 2000ern 2.hand gekauft.

wir wollten auf 2 kleine flohmärkte, auf dem zweiten fanden wir einiges nützliches (glühbirnen, topf, stehleiter, grosse holzkiste....) und 2 sehr hübsche terracotta-butterförmchen - in grün! :-D  die haben hinten ein löchlein zum aufhängen, wenn ich den platz gefunden hab, zeig ichs euch anne wand.







pirnaer marktplatz - man könnte sich in italien wähnen - vor allem wenn man in das dortige italienische restaurant einkehrt. was wir taten. 
nur die menschenansammlung im hintergrund offenbart: wir sind in deutschland. das ist nämlich tatsächlich eine hochzeitsgesellschaft, irgendwo stand noch eine braut im weissen langen kleid rum......


der sehr wohlklingende schellengürtel ist von ann demeulemeester - extremes 2.hand-schnäppchen vom frühjahr:








S P Ä T S O M M E R

























Montag, 21. September 2026

NOCHMALBLUMEN





ADÉ SOMMER

kalter regen draussen. fast alle blumen verblüht. und die bahnwärterin ziemlich erschöpft........

bis auf die heissen nächte, die mir den dringend nötigen schlaf raubten, fand ich den sommer herrlich. der garten war schön wie nie. ich hatte wunderbare erlebnisse mit zauberhaften menschen. in sachen arbeiten hatte ich einen guten groove. auch gesundheitlich geht es mir besser als in den letzten 3 septembern.
dankbarkeit.

da ich weis, dass einige von euch gern in garten-&blumenbildern schwelgen, habe ich euch was hübsches zusammengestellt - viel spass und alles liebe!