Freitag, 25. September 2020

kromlau - landschafts- und rhododendrenpark



ausflug in die lausitz - bei 32°C im schatten.........





über den park war ich in einem zeitungsbericht gestolpert - ich hatte eh lust, unsere eingetretenen pfade ein wenig zu verlassen - und so habe wir die knapp 2-stündige fahrt in den entfernten zipfel der lausitz unternommen..... natürlich führt dort keine autobahn hin!

der park wurde mitte des 19.jh. mit viel enthusiasmus angelegt, landschaftspark war mittlerweile selbst hier in der hintersten provinz kurz - vor polen - der letzte schrei. man nutzte die vorhandene landschaft - leicht gewellt, sumpfig-feucht mit kleinen, langezogenen teichen - und tat hier ein paar exotische bäume, da ein paar inselchen und dort bizarre bauwerke aus basaltsäulen und findlingen hinzu - verband alles mit verschlungenen wegen - fertig war der "englische park".  ein späterer besitzer pflanzte dann noch unmengen an rhododendren und azaleen in den moorigen boden.....

und diese rhododendren und die teiche haben heute ein problem

in den teichen fehlt das wasser, es sind nurmehr schlammige pfützen vorhanden. und die rhododendren haben mehltau oder sehen mächtig vertrocknet aus........ die lausitz versteppt dank klimawandel. früher eine feuchte gegend mit viel sumpfigem gelände ist es dort heute knochentrocken und staubig:

 **....Die Referenzmessstellen in Sachsen ergeben, dass das Grundwasser in diesem Jahr gut einen halben Meter tiefer unter der Oberfläche ist als im langjährigen Mittel. In der Lausitz hält die Messstelle im Weiler Luttowitz im Landkreis Bautzen den Rekord: Das Minus beträgt dort 2,15 Meter......
....Im Oberlauf der Spree habe sich die Niedrigwassersituation zugespitzt, heißt es da. Die Schwarze Elster sei zwischen Hoyerswerda und Senftenberg ausgetrocknet. In der Talsperre Spremberg falle der Wasserstand täglich um vier Zentimeter. Der Zufluss zum Spreewald und nach Berlin sei „signifikant eingeschränkt“.....** 
(quelle: sächsische zeitung)


schaut euch die bilder gut an - vll. ist dieser park bald geschichte.......










e i g e n t l i c h

eigentlich sprach alles gegen einen ausflug: die brüllende hitze des spätsommertages genauso wie meine angeschlagene gesundheit - mal wieder hatte mich eine zecke mit borrelien erwischt. man gönnt sich ja sonst nix.
die borrelien und das breitband-antibiotikum machten mich fertig, ausserdem erhöht das medikament die lichtempfindlichkeit der haut - also vorsicht mit sonnenlicht.......

die sache mit der hitze und der vornehmen blässe liess sich dann ganz gut regeln: 
mit weitgeschnittener, langärmeliger hemdbluse (2.hand/costumized von tina - stickerei/mir - gekürzt), einen hellen baumwollrock(#von mir) in midi und einem basthut (2.hand/band #von mir). 
luftige sandalen und weisse bucked bag - alt.

der bahnwärter trug mütze und hose #von mir und ein 2.hand-hemd.....






















DAS WAHRZEICHEN

sicher habt ihr dieses bild schonmal im netz gesehen:


zur zeit wird an der brücke gebaut - auch die findlingsgrotte war eigentlich nurnoch ein haufen steine....... vll. fahren wir nochmal hin, wenn die fertig sind - und es möglicherweise wieder wasser in den teichen gibt. man weis ja nie.


überraschung auf dem heimweg!

beim durchfahren von neukirch stach uns ein indischer imbiss ins auge - scharf abgebogen und zu unserer grossen freude sehr lecker gegessen! hätte man nicht vermutet in dieser tiefsten provinz.......















Sonntag, 20. September 2020

home&country





das zuhause

der garten, die landschaft...... die art zu leben und die beziehungen zu anderen menschen.
ich bin auf jeden fall kosmopolit, dazu muss man nicht um die welt reisen. getan hab ich es "in jungen jahren" trotzdem - auf eigene faust, mit öffentlichen verkehrsmitteln und low budget - nur so erlebt man eine weltgegend und die menschen dort wirklich. 

aber nun hab ich doch so ein bisschen wurzeln geschlagen. bin ja auch müde geworden. aber noch lange nicht so müde, dass ich die welt um mich rum nicht mehr wahrnehme....... das septemberlicht im sommersalon oder über dem fluss zum beispiel - sagenhaft!









der garten

er steht in der 2. blüte. nicht ganz so üppig wie im frühsommer, die starke hitze hat trotz hin&wieder regen ihren tribut gefordert. aber immerhin.
die insekten laben sich an den verschiedenen blumen, an manchen stehen sie sogar schlange!

und am gezwitscher und gepiepse hört man, auch die vögel sind da und fressen sich winterspeck an - während die yogawiese beschlossen hat, in klee zu machen.....

(bitte spart euch die springkrautvorträge - bin nicht auf der wurschtbrühe hergeschwommen)






















treue

eine liebe leserin schickte mir samen von fräulein willmots geist - dem mannstreu. ich hoffe ich kann die beeindruckende pflanze hier ansiedeln - ganz im sinne von miss willmot.

dazu passen die staubig gewordenen hortensien - die ehemals strahlendweisse hat jetzt das allerschönste ältliches-fräulein-rosa. und die lila und blauen wetteifern um den schönsten mauve-ton.











noch geheim

ein paar näharbeiten erledigt - letzte hand an ein spannendes projekt gelegt. ein bisschen nervös bin ich schon......

und dass man im dresden der 60er jahre auch kosmopolitisch war zeigt das alte schwarz/weiss foto (vom flohmarkt) eines ziemlich stylischen cafés - leider in der zerstörungswut der nachwendejahre abgerissen. mit all dem mid-century-design-hype heutzutage wäre der laden der knaller schlechthin im jahre 2020. haufenweise platz für seuchengerechte tischabstände hättes auch gehabt.










tatsächlich - löwenzahn im september! auf dem schattigen neuland an der nordseite des hauses....