Sonntag, 17. Oktober 2021

TRAVELOGUE




vor der haustür

"richtig verreisen" mag ich ja noch immer nicht - stundenlang in der eisenbahn (oder gar im flugzeug) sitzen mit maske auf, museum besuchen mit maske auf, formulare, tests, tests, tests.... och nö.

mal ganz abgesehen davon, dass es zuhause jede menge zu tun gibt #ferienobjekt.
(deswegen schaffe ich auch nurnoch einen post pro woche und hänge mit der chronologie hinterher.)

im september hat es auch unser lokales wetter noch mal richtig gut gemeint und mein freund joachim - stolze 85! - hat mich zur dampferpartie eingeladen...... 
jetzt, 3 wochen später, bräuchte man für die gleiche fahrt einen wintermantel und ´ne pudelmütze - aber an diesem montag ende september konnte man noch gemütlich auf dem oberdeck des 
sitzen.


hier nun also - auf die gefahr, noch mehr touristen anzulocken (die beiden corona-sommer waren echt heftig) - eine kleine nachmittagstour die elbe hinab:





.......rathen (leider totsaniert) mit burg (oben) und der bastei - nicht die brücke heisst bastei (missverstehen viele besucher), sondern die imposante felsformation:






.......gut versteckt zwischen bäumen und felsen - das gar nicht kleine "basteihotel".......






.......dann wirds flach und kleine dörfchen stehen am fluss.........
......und es gibt möwen!








......rokokoschloss pillnitz und die barocke kirche von hosterwitz.......






.....hängebrücke "blaues wunder" von 1893..... 
......und das dresdner villenviertel " weisser hirsch" am hang mit schwebebahn......






........mitten in der stadt: weinberge und schlösser aus der romantik.......




......und dann die berühmte stadtsilhouette von dresden im abendlicht:






Sonntag, 10. Oktober 2021

HERBST IN PINK





leider nicht unser auto


nur heimlich geborgt fürs foto. kaltes pink im warmen herbstlicht knipsen scheint sogar die modernste kamera zu überfordern..... trotzdem wollte ich euch meine #dirndlfusion der saison nicht vorenthalten. den rock besitze ich seit 20 jahren, echter vintager dirndlrock aus 2.hand. ebenfalls 2.hand ist die oversize-tunika - hier locker in den rock gesteckt - irgendwie mag ich grad keine anliegenden oberteile. bequeme lederstiefelchen für den waldspaziergang in der dresdner heide - der auf einem flohmarkt endete! flohmarkt! lange nicht gesehen..... aber wir waren furchtbar vernünftig - haben nur nützliches gekauft: ein paar handgestrickte wollsocken für den BW direkt von der süssen oma, die sie gemacht hat - und lampen für das #ferienobjekt.


















 
späte blümchen

der garten gibt nochmal alles - zum glück für schmetterlinge und andere nektarschlürfer. langsam wächst auch die grundstücksgrenze am neuland richtig zu - und die tendenz zur wiese statt rasen wird immer grösser......

neulich stand ein gartenbau-mensch vorm zaun (sollte irgendwas am bahndamm inspizieren wg. wildwuchs) und war ganz bezuckert vom BWH-garten. "sehr verträumt" waren tatsächlich seine worte - und so hat er den garten auch angeguckt 😍

lob vom profi - das freut die gärtnerin.











vegane bolongnese

aber nicht mit convenience-industrie-fleischersatz mit -zig zusatzstoffen, die man lieber nicht essen sollte....
NEIN.
wir machen das selber. und zwar ganz einfach.

gewöhnliche braune linsen in wasser weichkochen - kreuzkümmel kann schonmal dran. (2 glas wasser auf ein glas linsen ergibt dann am ende nix zum wegschütten)
weil grad wieder welche von den gelben zucchini reif waren, habe ich die geerntet und angedünstet:





dann linsen, zucchinischeiben und passata zusammenbringen - kräftig würzen, so wie es eine italienische mama tun würde - dann aufkochen und anschliessend im geschlossenen topf durchziehen lassen:





nach ein paar stunden oder am nächsten tag pasta kochen, die "bolognese" aufwärmen und
GUTEN APPETIT!


















aussicht #ferienobjekt





Sonntag, 3. Oktober 2021

geschichte

 

lage, lage, lage......

das mantra der immobilienmakler. das schönste haus nützt nix, wenn es in einer öden gegend liegt.
nun ist "öd" ja für jeden was anderes. für manche ist es der ruhrpott, für andere wieder sachsen-anhalt. oder brandenburg. die schwäbische alb oder die aussenbezirke von berlin. hat halt jeder so seine präferenzen.


NICHT ÖD
fanden wir schon immer die sächsische schweiz.
wohnen wo andere urlaub machen möchten.


neulich schickte mir ein freund - danke uli! - abzüge (per mail, wir sind modern) von alten postkarten. allesamt aufgenommen vom gipfelplateau des liliensteins, um dem geneigten touristen die möglichkeit zu geben, seinen daheimgebliebenen die spektakuläre aussicht zu zeigen - photoapparate waren damals noch ein teurer luxus, hauptsächlich den profis und ein paar wohlhabenden vorbehalten.

was die bilder so interessant macht - das BWH ist drauf! für euch mal mit rotem pfeil markiert.....

damals war man grad wie wild am industrialisieren - mittlerweile hat es sich wieder gedreht: ein teil der fabrikanlagen im bild wurde zu einem freizeitpark samt hotel, gaststätte und campingplatz - ein anderer wurde komplett zurückgebaut und renaturiert. und rund ums haus ist ein wahrer dschungel emporgewachsen.... womit zumindest unsere unmittelbare wohnumgebung in einen vorindustriellen zustand zurückgeführt ist. 
sind wir nicht böse drum.



postkarte unbekannter herkunft - irgendwann zwischen 1900-1920




es gibt noch keinen winterhafen in prossen (rechte elbseite), aber das haus steht schon. am linken elbufer (im bild rechts), vom sägewerk (vordergrund) bis hinter die biegung liegen riesige holzflösse im fluss, im altarm steht wasser.



postkarte von hahn - 1928




man erkennt den winterhafen in prossen am rechten ufer und die bäume sind gewachsen - leider auch die schlackehalde der drahtfabrik - man war nicht zimperlich damals. auch was flughöhen anbetrifft!
die felsecke gehört zum lilienstein.



postkarte von hahn - 1931




das hintere ende der schlackehalde beginnt zuzuwachsen....... keine holzflösse mehr und auch auf dem sägewerksgelände sind keine holzstapel (siehe foto 1900-20) zu erkennen.



faszinierend ist die qualität der alten fotos, man erkennt zum beispiel in der vergrösserung des 1931er bildes, dass das BWH noch nicht umgebaut war - irgendwann in den 30ern kam nämlich erst das küchenfenster in die giebelwand - nachdem die treppe von der aussen- an die innenwand verlegt wurde......


.....und heute:



foto nicht von mir, sondern von hier - mit wanderbeschreibung!


das BWH ist komplett eingewachsen 
- wer findets ohne pfeil? - 
auch sonst hat der wald grosse flächen zurückerobert.......
 
***

ausserdem wieder was gelernt:
bei flüssen wird rechtes und linkes ufer immer in fliessrichtung bezeichnet - also blick flussabwärts. auch wenn man grad flussaufwärts guckt. so weis man immer, was gemeint ist - wenn man es weis.....


Sonntag, 26. September 2021

gartenarbeit und naturschutzgedanken zum herbstanfang

 




die zeichen sind deutlich!

nebel, reife früchte, bergastern und herbstzeitlose. die ersten bunten blätter und die dahlien auf ihrem höhepunkt.

abends muss schon ein bisschen eingeheizt werden........













lisbeth tankt die letzten sonnenstrahlen - hat aber auch schon die gemütlichkeit im haus wiederentdeckt......







minzbeet reloaded

das minzbeet war mir etwas über den kopf gewachsen......
eine regelrechte ernte gab es diesjahr nicht, ich hab noch reichlich getrocknete blätter vom letzten. nur hin und wieder ein frischer zweig für bowle oder wasserkaraffe oder kühlenden tee.

viel gras wuchs im beet und aus einer einzelnen katzenminze-pflanze waren gar viele geworden und bedrängten die pfefferminzen heftig - also rückte ich dem beet an einem trüben morgen zuleibe.
die minz- und grasrizome hatten sich hoffnungslos ineinandergeflochten - also alles raus und zerpflückt. pfefferminzen auf einen haufen, gras auf einen anderen und die katzenminze in den grünen korb..... 
das beet gründlich durchgelockert und die letzten graswurzeln ausgelesen. gras entsorgt.
dann die pfefferminzen bis auf´s rizom zurückgeschnitten, die stengel kompostiert - die rizome wieder im beet eingegraben, schön gleichmässig verteilt.

die katzenminzen ebenfalls eingekürzt und in der schubkarre mit etwas wasser eingelagert. ausserdem ein im beet gefundenes vergissmeinnicht und und ein wiesenschaumkraut.
denn - es dämmerte schon und die besatzung verlangte abendbrot.








am nächsten tag habe ich dann 3 neue mini-flächen der neuland-rabatte zugeschlagen - gras abgestochen, boden gelockert und die katzenminzen eingesetzt - unter den kletterrosen noch das vergissmeinnicht, das wiesenschaumkraut, eine wolfsmich und einen wilden oregano dazu.
das ganze legt sich dann nächstes jahr hoffentlich üppig über die deckel der bio-kläranlage.......
an den anderen stellen soll die spätblühende katzenminze die frühblühenden stauden ergänzen, die da schon stehen.










springkräuter

das kleine gelbe wächst in verschiedenen ecken des gartens, unter den gehölzen wie rosen oder hortensien.......

beim recherchieren tauchte in der bildersuche immer wieder ein buch mit den titel "die rote pest aus grüner sicht" auf..... gemeint ist das drüsige oder himalaya-sprinkraut. abgesehen davon, dass es nicht rot sondern in verschiedenen purpurtönen von zartrosa bis dunkelpink blüht - wüsste nicht, dass es ein ähnliches pamphlet und aufschreie gegen den wirklich üblen neophyt staudenknöterich gibt. aber es ist ja auch einfacher, eine pink blühende staude zu identifizieren als einen grünen busch unter vielen..... 
dabei ist der japanische staudenknöterich ein echt brutaler verdränger und nicht mehr auszurotten, da er sich über sehr vitale rizome vermehrt und winterhart ist.  aber ausser den halbherzigen versuchen, den knöterich im wald, an strassen und flussufern 1x im jahr abzumähen - was gar nix bringt - unternimmt niemand was.....

stattdessen wird das zeug sogar als "bio"(!)-pflanze bei ebay angeboten - ohne worte.

springraut ist übrigens leicht "in den griff zu bekommen" - einfach vor der blüte ausreissen oder abmähen. zumal es nur als same die hiesigen winter übersteht. schafft man es also, ein paar saisons die pflanzen an der samenproduktion zu hindern, hat es sich bald erledigt.

nebenbei: das kleine springkraut (siehe oben) ist auch ein neophyt, aus zentralasien/sibirien. aber ein harmloser - es wächst und blüht wo sonst nix wächst.

unten: blätter wie springkraut, ist aber keines - sondern gewöhnlicher, einheimischer gemeiner hohlzahn - beliebte bienenweide übrigens.







zwischen den blumen eine hübsche motte - achateule: