Dienstag, 13. November 2018

KOMM MIT!






W A N D E R N !

der hangwald leuchtete zum salonfenster herein - da hielt es mich natürlich nicht im BWH - ich hüllte mich tartanrock und norwegerpullover, setzte eine mütze auf, wickelte einen schal um den hals, zog pulswärmer an - denn trotz sonnenscheine pustete ein frischer südost mit windstärke 7 - und schnürte die wanderschuhe.

ich lief direkt an der gartentür los - das auto konnte getrost stehenbleiben. ein stück das tal entlang und dann hinauf - hinauf auf ein berglein, das ungewöhnlich sanft und mugelig zwischen den schroffen steinen liegt.....


tundra?

wunderte sich jemand über die "untypische" weite der landschaft im slow-living-post - so lernt der geneigte leser auf dieser wanderung wiederum einen anderen landschaftscharakter kennen - es schaut oben auf dem "hübel" aus wie am übergang der taiga zur tundra!

das kommt allerdings nicht von ungefähr, sondern weil hier der forstbetrieb die vor 30-40 jahren angelegten fichten- und kiefernplantagen abgeholzt und damit raum geschaffen hat für einen "wilden" wald - ein sich selbst ansiedelnder mischwald, von dem man hofft, dass er besser mit den klimatischen herausforderungen unserer zeit umgehen kann. und natürlich ist artenvielfalt gegenüber einer holzplantage auf jeden fall vorzuziehen. diversität bei den pflanzen bedeutet ja auch, dass sich viele verschiedene tiere wohl fühlen und "schädlinge" nicht zur plage werden.

in ein paar jährchen allerdings ist es vorbei mit dem tundra-feeling - dann gibts hier einfach einen schönen wald.

aber mal abgesehen von den ganzen zweckdienlichen überlegungen - es war einfach HERRLICH da oben - der stürmische wind, die strahlende sonne, die leuchtenden farben - und das beste - ich war da ganz allein, es führen nämlich keine markierten wanderwege auf den berg, es gibt nur die forstwege. keine schilder, keine erwähnung in wanderführern. 
und natürlich verrate ich hier nicht wie der berg heisst.

aber mitnehmen tu ich euch schon - zumindest virtuell:






































































Freitag, 9. November 2018

MAUVE






muschel-, staub-, flohfarben

hiessen diese müden, blassen töne schon in der modegeschichte - neuerdings eben *mauve*.

sie sind immer nur einen hauch farbe neben grau - das macht sie elegant und einfach zu kombinieren - interessanter als reines grau
oder beige, schmeichelhafter als schwarz, subtiler als "richtig bunt".

da ich so gar nicht der ätherische typ bin, nehme ich gern eine "starke farbe" hinzu - hier ist es rot für lippen & tasche....aber auch tiefschwarz 
- schminktechnisch dann auf den augen statt lippen natürlich! -
 hat mir dabei schon gute dienste geleistet.


die angst 
- mit der tapete zu verschmelzen
aka "unsichtbar werden"

soll häufig sein bei damen über 40. hm. merkwürdige idee. denn A) kommt es auf die tapete an ;-D und B) man hat es ja selbst in der hand ob man ein mauerblümchen ist/wird. 
oder etwa nicht??


























DIY & 2.hand

im englischen heist es "pussy bow blouse" 
- kätzchen-schleifen-bluse
im deutschen *schluppenbluse*. oh mann. 
manchmal wundert es mich nicht, dass englische oder französische begriffe beliebter sind bei leuten die hübsche kleidung beschreiben wollen.....

bluse aus verschiedenen seidencoupons - von mir
rock - auch
jacke & tasche aus 2.hand
schuhe - vor 10 jahren mal neu gewesen - qualität zahlt sich halt aus






Montag, 5. November 2018

slow living















den moment bewusst erleben

meine momente dauern meist - eine stunde oder einen ganzen tag - manche noch länger.....
wenn es nicht um arbeit geht dann mache ich ganz bewusst ganz langsam. versuche, einfach nur da zu sein und anzunehmen was so vorbeikommt. 

und meist kommt allerhand vorbei!

wie bei diesem ausflug - der himmel veranstaltete ganz grosse oper - goldener sonnenschein, wilde wolken, stürmischer wind, ein regenschauer und zum finale - ein regenbogen!

das ganze ca. 1,5km luftlinie - und 150 höhenmeter - vom bahnwärterhaus entfernt. 







angezogen

hab ich was grad an der tür hing an wärmenden hüllen - die fotos hab ich gemacht für
bibi wollte den rock sehen, den ich genäht hatte aus einem indischen blockprint-bettüberwurf - das ist nun auch schon 15 jahre her........da hatte ich noch meinen laden & hab manchmal tatsächlich vergessen luftzuholen wg. all dem leistungsdruck.......





























Donnerstag, 1. November 2018

MODISH MATRONS # NOVEMBER #BEAUTIFUL BLACK #29








wunderschön in schwarz:


★☆★☆★☆★☆★☆★☆★







SCHÖNES SCHWARZ

genau. schönes schwarz. nicht dieses *ich bin zu faul/doof um mit farben zu hantieren*, auch nicht das schwarz der wacken-karnevalstruppen - und schon gar nicht das frömmelnde schwarz der diversen monotheistischen religionen......

sondern prachtvolles, elitäres und romantisches schwarz!
festlich & sinnlich.
wie ein new look kostüm von dior, ein kleines schwarzes von coco chanel, marlene dietrich im frack.



mit dieser skizze auf´m einkaufszettel hab ich den BW gebeten, einen passenden fotohintergrund auszusuchen - er hat da bekanntermassen ein gutes händchen!



früher

ich hab mal ganz viel und fast ausschliesslich schwarz getragen, zwischen 15 und 20. also 2.hälfte der 1980er. es gab zwar auch farben, je nach stimmung und saison - aber immer auf tiefschwarz.
existenzialistisches, avantgardistisches schwarz.
und auch damals schon waren die klamotten zur hälfte vintage - und der rest selbstgenäht.


heute

1990 beschloss ich, mal ganz bewusst kein schwarz mehr zu tragen - der entschluss hielt nicht lange - schliesslich fing ich ´91 an modedesign zu studieren - da waren schwarze looks essentiell.
und dann war es eben auch eine passende farbe für einen grossstadt-desperado (gibts davon eine "weibliche" schreibweise???)

ende der 90er war dann aber wirklich schluss mit schwarz - zwar habe ich die ganzen schwarzen fummel noch aufgetragen - aber neuanschaffungen wurden prinzipiell nur noch in FARBE getätigt.....

wie man hier sieht, gibts es noch genug schwarz für einen ganzen anzug in meinem schrank - dann ist aber bald schon schluss. 1 dirndlrock, 3 strickjacken (in verschiedenen stärken), ein rolli (na klar!), 1 paar stiefeletten (aber nur weil es diese formidable qualität nur in schwarz gab), etliche leggings, strumpfhosen & strümpfe, diverse vintage handtaschen, ein seidentop mit rüschen. 1 anorak (erbstück, ausgesucht hätte ich mir eine andere farbe), ein paar tanktops (manche mit aufdruck)......
























der anzug

sollte weiblich und verspielt werden......
weil - je älter man wird umso weniger schmeichelhaft ist das harte schwarz - auch wenn man wie ich ein wintertyp ist. deshalb nix graphisch-strenges, sondern spitze, samt, lack, blümchen. riemchen & strass, sanduhr-silhouette mit schösschen & hohe hacken. 
und ein hauch von lingerie - wäsche-rosa - hemdchen mit pünktchen, spitzenrand & schleifchen unterm tailleur und blitzendes seidenfutter unterm rock.
in farbe würde ich mich damit komplett überladen fühlen - in schwarz ist es genau richtig. ich glaub ich trag diesen winter mal wieder mehr und ganz bewusst schwarz.....

und ich hab die kiste mit den schwarzen stoffen rausgekramt und schon mal welche gewaschen - mal sehen was ich mir daraus nähe - lange herbstabende und so.


details

fascinator - DIY aus einem 2.hand haarreif und einer vintagen seidenblume (relikt eines vor langer zeit gestorbenen kleides)
schal - theaterfundus
tailleur - vintage trachtenjacke
broschen - erbstücke
lackgürtel - vintage
bleistiftrock - DIY
clutch - vintage
art deco strümpfe - alt
riemchenpumps - auch schon vintage - 1994 neu gekauft zur feier meines 1.jobs nach dem studium! was die schon alles erlebt haben.....






ort:
friedenspark in pirna