Sonntag, 11. September 2022

GEMISCHTE GEFÜHLE





FOTOS NACH DEM ERSTEN REGEN AM 20.AUGUST

während wir uns bemühen, den lebensraum, den wir der natur entziehen durch drauf-wohnen, trotzdem für die insekten, vögel, kleinsäuger und reptilien lebenswert zu erhalten/machen - unsere blog-freunde tapfer mittun, ob mit garten, weide oder städtischem lebenstil - während man freundlich ist und geschenke macht (bin ganz verliebt in meine "neue" kamera wie ihr seht).....
währendessen:
........ächzt europa & amerika unter einer gigantischen dürre, werden grundwasserspeicher bis auf den letzten tropfen geleert für eine kranke, sinnlosen überschuss produzierende landwirtschaft, tobt ein krieg in osteuropa bei dem ein kernkraftwerk unter dauerbeschuss steht......
.....rotten sich in der sächsischen schweiz gierig-dumpfe leute und populistische politiker zusammen, weil sie den NATIONALPARK abschaffen wollen!

unter dem deckmäntelchen des brandschutzes soll der unantastbar-status fallen - in wirklichkeit geht es um strassen, parkplätze und baugrund für billigen massentourismus. das elbsandstein soll zu einem riesigen vergnügungspark ausgebaut werden, in dem die natur nurnoch staffage ist..... und alles nur, weil die protagonisten zu doof für hochwertigen und umweltverträglichen tourismus sind.















DER REGEN

hat nochmal viele sommerblüten hervorgelockt - die letzten vor dem herbst. man konnte richtig zugucken, wie das grün anschwoll und neue blätter produzierte. mittlerweile ist auch das gras - auf den fotos vom august noch gelb und schütter - wieder grün und saftig.....

insekten schlagen sich den bauch mit nektar voll, die hornissen machen jagd auf die vollgefressenen - zusammen mit den vielen jungvögeln, die in den wilden hecken und grossen bäumen aufgewachsen sind. nächtens poltern die siebenschläfer im dachboden rum und die fledermäuse sausen ums haus.......

spätsommer.



















finde. den. fehler.
lehrstück in empathie:

Eine Wandergruppe war am Dienstag bei Lohsdorf in der Nähe von Sebnitz wandern. Eine 82-Jährige konnte der Gruppe nicht mehr folgen und verlief sich. Gegen 17.30 Uhr rief sie ihren Mann an und sagte ihm, sie habe sich verlaufen, sei gestürzt und dreckig. Kurz nach 20 Uhr wurde die Polizei informiert. Beamte vom Revier Sebnitz, der Bereitschaftspolizei Dresden und ein Hubschrauber starteten die Suche.
Etwa eine Stunde später wurde die Dresdnerin gefunden. Sie steckte südlich von Lohsdorf im Schwarzbachtal im unwegsamen Gelände im Schlamm und kam nicht weiter. Sie war aber ansprechbar und wurde durch von Polizisten und Lohsdorfer Feuerwehrleuten aus ihrer misslichen Lage gerettet. Zur Unterstützung waren die Bergwacht Alarmgruppe aus Sebnitz und Bad Schandau vor Ort.
Die Bergwacht und der Rettungsdienst versorgten die Frau. Sie konnte leicht unterkühlt in die Obhut ihres Sohnes übergeben werden. (mf)

(quelle: sächsische zeitung)













Mittwoch, 7. September 2022

ROADTRIP 2022

 





das versprach nichts gutes

der sonnenuntergang am abend vorher war eine idee zu grell für meinen geschmack........

......am morgen wurde ich vom donnern des regens geweckt.
es schüttete, als wäre eine sintflut geplant.
nichtsdestotrotz schmissen wir die letzten gepäckstücke ins auto und fuhren nach dem frühstück los - richtung westliches erzgebirge. dort wurden wir zur feier eines 60.geburtstages erwartet........

ursprünglich hatten wir geplant, dass, wenn wir schon durchs halbe bundesland fahren müssen, wir das ganze mit ein wenig kultur/sightseeing/da-wollten-wir-schon-immer-mal-hin verbinden - aber das wetter (obwohl lang ersehnt) war so gar nicht dazu angetan. pech.

zwischendurch, auf der autobahn, war der regen mitunter so stark, dass man kaum 20m gucken konnte - selbst die notorischen raser fuhren da mal langsam - zumal das wasser an manchen stellen in teichen auf der strasse stand.








...hier eine kurze regen- & atempause an einer raststätte....

ich trug den anzug vom BW-geburtstag in moritzburg auf - mit 2.hand-kaschmirpullover und fake-crocs wetterfest gemacht.

gegen mittag - wir hatten die autobahn verlassen und fuhren auf schmaler strasse durch erzgebirgische wälder - erspähte ich in regen und dunst unter dunklen fichten & tannen:






ein niedlich häuschen mit gasthausschild!

licht brannte und ein freundlicher wirt hies uns willkommen in einer gemütlichen gaststube.........








die speisekarte 

weckte die schönen kindheitserinnerungen an die kochkünste meiner oma - ich hätte sie (die karte) am liebsten von oben bis unten durchprobiert....... herzhafte, hausgemachte gebirglerkost.

am ende aß ich *blaubeer-getzen* (kartoffel-quarkteig mit viiieelen blaubeeren in einer eisernen pfanne bereitet) und der BW 2 dicke semmelknödel mit spinat, parmesan und reichlich butter!








auch 

die einrichtung sprach uns an - viel echtes, mit liebe dekoriert. alte wandgemälde und die originalen wandpaneele, noch mit der bierlasur......








oben angekommen

auf dem erzgebirgskamm (800müNN) bei johanngeorgenstadt, parkten wir auf einer gemähten wiese (die offensichtlich einen zweit-job als fussballplatz hat) hinter einem holzstapel - kurz vorm waldrand. weit genug weg von der baude, in der die party stattfinden sollte - schliesslich wollten wir im auto schlafen. oder zumindest ich - der bahnwärter zog das bergzelt vor (ich schnarche wohl zu laut).

die party war laut und halbwegs lustig und die biwaknacht trotz andauerndem regen trocken - nur etwas kurz.
und von der landschaft war auch am näxten morgen noch nicht allzuviel zu sehen.......

....und so fuhren wir ohne grosse umwege wieder heim.










Samstag, 3. September 2022

DALAHLIEN & CO.






GROSSE FREUDE

seit die brüllende hitze vorbei ist, laufen die dahlien im BWH-garten zu höchstform auf - hatten sie seit juli ein paar zaghafte blüten gezeigt, die nie lange hielten, gibt es nun blumen satt.

alle stammen sie von einer "urmutter" ab, die ich vor vielen jahren halbvertrocknet vor einem restpostenladen vorm müllcontainer gerettet hatte. aufgepäppelt, im winter im sandsteinkeller gelagert und seitdem jedes frühjahr wieder ausgepflanzt - erst nur in einen blumentopf. jeden herbst hatten die knollen sich vermehrt, mittlerweile füllen sie 2 ganze grosse, aus alten wandpaneelen gebaute pflanzkästen! 
(plus ein paar blumentöpfe hier&da)

auf gartenblogs lese ich von dahlienliebhabern, die jedes jahr die neuesten, abgefahrensten züchtungen bestellen und wie sportlern darin wetteifern..... mich macht es stolz, aus einer einzigen, todgeweihten pflanze mit liebe, geduld und hausgemachtem kompost ein ganzes beet schöner blumen zu ziehen.
kostet auch weniger - mich UND die umwelt.

lustigerweise sehen die blüten ganz unterschiedlich aus mit mehr oder weniger pink und gelb auf cremefarbenem grund...... was ich besonders mag, ist die offene blüte - die werden häufig von bienen und hummeln besucht
🐝










die dahlien stehen zusammen mit "gestreiften" petunien, rotblättrigem klee und einer hübschen zarten blume, die mich an löwenmäulchen erinnert...... ich gebe zu: diese habe ich gekauft im frühjahr, weil sie farblich so gut zu den dahlien passen.
dann kamen noch die kleinen begonien in blassrosa und knallrot dazu - die gerettete tischdeko vom sommerfest in der stadt.

rechts daneben: lavendel - selbstgezogen aus stecklingen, und staudenwicke links (hatte die rizome bekommen von jemand, der sie loswerden wollte...)






in other news:






das hier wird eines der "schlafzimmer" des #ferienobjekts - model nicht im preis inbegriffen 
😋

.....ausserdem die fast letzten gartenfrüchte und der hausberg im goldenen spätsommerlicht........































dank rückschnitt noch ein ein paar späte blüten und besonders beliebt bei der dicken und seltenen holzbiene: die staudenwicke!

und sogar der klee blüht.......








und weil sicher so mancher denkt "was hat die nur immer mit den wühlmäusen - mäuse sind doch putzig":

schermaus (wühlmaus) neben meinen arbeitsschutz-gummistiefeln grösse 39

(ob lisbeth oder die eule sie erlegt hat, war nicht herauszufinden)