Freitag, 8. Juni 2018

white wedding - ein garten ganz in weiss




juni

der "östliche garten" - vorgarten, sommersalon, yogawiese - haben sich wie jedes jahr im juni herausgeputzt - mit weissen büten allerorten.
mit dabei: holunder, waldgeissbart, liguster, weisse wildrosen, brombeer, giersch, gänseblümchen und stiefmütterchen. nur letztere sind aus der gärtnerei. alle andern waren schon da.
das heist aber nicht dass ich damit keine arbeit gehabt hätte!
manche standen an ungünstigen plätzen, mussten mühsam ausgegraben und nach dem umsetzen extra betuttelt werden. büsche und hecken sehen vielleicht wild aus - aber ohne die hand der gärtnerin und eine scharfe schere würden sie nicht so üppig blühen jedes jahr. die vorjährigen geissbartstengel müssen im frühjahr entfernt werden.... und selbst die gierschaum-bekrönte "wildniss" unterm holunder ist nicht zufällig - farn und goldrute habe ich da hingepflanzt - abgestochen von anderen stellen, an denen beide wild vorkamen.

herrlich schaut´s aus - viel spass beim gucken!



































































































Dienstag, 5. Juni 2018

ein irrer duft von frischem heu








wiese statt rasen

ich habe dieses jahr den grössten teil meines vorgartenrasens auf wiese umgestellt - damit die kleinen viecher nochmehr pollen, nektar, futterpflanzen und rückzugsmöglichkeiten finden. ausserdem mag ich blühende wiesen - trotz heuschnupfen.






vorher musste ich 1x wöchentlich den rasen mit dem elektrischen rasenmäher trimmen - eine nervige & zeitraubende angelegenheit. zumal der kleine elektrische mäher das gras kaum schaffte wenn man mal ein paar tage zulange gewartet hatte oder es noch feucht war - was ab sommersonnenwende hier eigentlich immer der fall ist.






nun habe ich einen grossen, schweren *ächz* benzinrasenmäher (2.hand) - der schafft auch hohes, feuchtes gras - aber er lärmt und eben - BENZIN! es steht zwar auf dem deckel "lärm- & schadstoffreduziert" - aber nachprüfen kann ich das nicht.






am besten wäre doch für die blumenwiese eine klassische sense!

macht keinen krach, ist leicht und stinkt nicht.
aber ich kann ja gar nicht sensen.
da kommt der ziegenhirt patu ins spiel - der kann sensen. und wie!!






vom gras zum heu

wieso im atomzeitalter das gras mit solch mittelalterlichem instrument schneiden???

der gründe sind viele, erklärte mir patu. zum beispiel gibt es viele kleine und unwegsame flächen, die mit einem traktor mit mähbalken gar nicht zu bewirtschaften wären - gerade hier im elbsandstein hat die gegend eine ziemliche tendenz zur vertikalen. einfach wuchern lassen ist keine option. das gras ist nicht das problem - aber ratzfatz treiben büsche und bäume aus, aus samen oder unterirdischen ausläufern. es würde ein wald entstehen. per se nicht die schlechteste lösung - aber an einigen stellen brauchts halt auch offene landschaft - nicht zuletzt für die tier&pflanzenarten, die diese bevorzugen. und auch fürs landschaftsbild müssen die unzugänglichen & steilen wiesen gemäht werden - nennt sich alte kulturlandschaft..... 
aber an diesen wiesenhängen würde ein traktor einfach umkippen. motorsense? der fachmann patu sagt, die sind viel zu unpraktisch. 
???
 durch den motor sind sie sehr schwer, man braucht benzin, und im nassen gras ist die handsense sowieso überlegen. vom lärm & gestank der verbrennungsmotoren mal ganz abgesehen.....

sprich - um eine alte, kleinteilige kulturlandschaft adäquat zu pflegen gibt es nichts besseres als eine sense.
und für herrlich duftendes heu sowieso.








heu machen

und sensen lernen. vielleicht gehe ich beim ziegenhirt in die lehre...

da lerne ich dann wie aus holz und eisen ein scharfes, funktionierendes werkzeug wird - ohne eine ordentlich gedengelte und geschärfte sense braucht man gar nicht auf der wiese aufzutauchen. damit es auch mit dem heu was wird, sollte man morgens zeitig anfangen zu mähen. nach dem mähen liegt das gras breit und flach auf der wiese rum und kann dadurch den tag über gut trocknen mithilfe von sonne und wind - aber spätnachmittags muss man nochmals hin und das gras zu schwaden formieren mit einem rechen - auf dem bild oben sitze ich auf einer solchen schwade, andere liegen im hintergrund. der grund - durch das schwaden wird die oberfläche des heus verkleinert, es wird nur die äusserste schicht nass durch die nachtfeuchte/den morgentau und das meiste heu bleibt schön trocken! 
wenn dann noch die wettergötter mitspielen kann man am nächsten tag schon herrlichstes heu einfahren!






und was mach ich dann damit? ich habe ja keine ziegen so wie patu. aber heu soll ja auch für menschen gesund sein - äusserlich angewendet. es soll leute geben, die zahlen einen haufen geld für ein heubad in einer wellnessfarm!

übrigens - patu erzählte mir dass er auch heuschnupfen hat - aber seit er auf dem land lebt als ziegenhirte und hofknecht ist der heuschnupfen viel weniger schlimm als damals in der stadt....







edit:

frau hummel erwähnte in ihrem komment noch etwas sehr wichtiges:
***Das Mähen mit der Sense hat auch den Vorteil, dass viele Klein- und Kleinstlebewesen durch sie verschont bleiben, welche sonst durch die Motorsense oder den Mähbalken ein elendes Ende nehmen.***

ausserdem empfahl sie "burditragen":
video
vorsicht - schwyzerdütsch!
😆










klamotten:
bluse&rock - von mir
espadrilles - 2. hand



Freitag, 1. Juni 2018

MODISH MATRONS #24 #june 2018 #inspired by the 1980s





die schrecklichen 80er

zumindest wird das gern so dargestellt. vorzugsweise von leuten in nichtfarbigen anzügen aus flimsigen t-shirts, zu engen jeans und steppjoppe obendrüber.....

ich muss doch bitten! gegen diesen öden einheitsbrei, den die sich auch noch trauen MODE zu nennen, waren die 80er definitiv ein extrem cooles jahrzehnt - zumindest modisch gesehen. die musik war auch nicht schlecht - wenn man mal von 2 deutschen herren mit fönfrisur (1 blond, 1 schwarz gefärbt) absieht......

natalia schlug dieses thema vor für unsere juni-party - und für mich wäre es ein leichtes gewesen einfach 1-5 originale 80er teile aus dem schrank zu zerren und gut is. 
viel zu leicht.
ausserdem heist es ja "inspired by" und nicht "zieh deine ollen plünnen an die seit 1990 auf deinem dachboden vor sich hinschimmeln!" 
😝

und so habe ich ein bisschen genäht

das helle kostüm aus leichter wolle in beige mit hellgrauem kleinem karo gab es schon, der rock war mir auch ziemlich gut gelungen - damals, vor 10 jahren. nur mit der jacke war ich nie recht zufrieden, die ärmel sassen nicht so wie ich wollte. 
und dann kam das 80er thema um die ecke und meine inspiration gleich mit!

ypsilon-silhouette 

gut zu erkennen im 1.bild. sehr beliebt in den 80ern. bei mir braucht´s da nichtmal schulterpolster - walkürenkreuz + rüschen (aus den ehemaligen ärmeln) tuns schon. 
und jetzt gefällt mir auch die jacke richtig gut.

neonfarben

auch eine errungenschaft der 80er - meint man zumindest (von wegen!). aber in diesem jahrzehnt wurde die leuchtkraft dieser farbtöne perfektioniert. ich habe mir deshalb ein paar quietschige accessoires rausgesucht - knallgrüne, spitze stilettos - knallgrüne clutch - knalltürkise sonnenbrille - knallpinke ohrringe.

rüschen

auch ein grosses thema in den 80er jahren - hier vertreten durch eine batistbluse aus indien - handbedruckt. könnte man "off shoulder" tragen - finde ich aber nervig und optisch fragwürdig an mir.

ganz wichtig 

pinker lippenstift und asymmetrische frisur! letzteres geht heute nur noch fürs foto - IRL macht mich das gefussel im gesicht wahnsinnig.....









sind sie nicht grossartig?!!

NATALIA und TINA 
spielen wieder wunderbar und ganz unterschiedlich mit dem thema - ausgiebig auf ihren blogs zu besichtigen!



the real thing

eigentlich ists ja viel zu warm für ein kostüm - auch wenn es aus sommerwolle ist - viel lieber hätte ich diesen anzug getragen:

aber dass will heute - 30 jahre später - keiner mehr an mir sehen.....
😝

schuhe, tasche, ohrringe sind aus 2.hand; brille mind. 3 jahre alt; bluse aus einem indischen kunsthandwerks-laden; kostüm von mir aus/mit vintagem stoff/knöpfen von oma.