ich hänge an meinen klamotten
nicht aus "messietum" - sondern weil sie schön sind, mir stehen und sich nützlich machen.......
so auch die beiden untenstehenden blusen. vor fast 20 jahren schenkte mir jemand ein konvolut japanischer seiden - irgendwann in den 80ern gekauft und dann vergessen - und beim umzug wiedergefunden und festgestellt, dass man ja doch nie was draus näht.....
also kam die dame zu mir in die design-galerie
(die ich damals im prenzlauer berg betrieb und mit meinen kleiderkollektionen bestückte, nebenbei verkaufte ich aber auch designobjekte und kunstwerke anderer)
und freute sich, mir eine freude damit zu machen.
ich konnte es damals gar nicht erwarten, das herrliche material zu verarbeiten.
neben anfertigungen für stammkundinnen nähte ich auch 2 kleine blusen für mich - und trug die hoch&runter.......
bis ich das BWH renovierte (entkernen, malern, fussböden abschleifen, wildniss roden) - danach passte der rücken nicht mehr rein.
also lagen die stückchen knapp 10 jahre in der kommode. bis es mich packte, an einem ungemütlichen wintertag neulich. ich suchte nach den seidenresten, fand sie auch bald (ich bin organisiert) und operierte jeweils 2 extra-schnitteile in die "alten" blusen........ jetzt passen sie wieder - ohne dass ich fürchten muss, die seide zu zerreissen mit meinen muckis ☺
und weil ich grad so schön dabei war, habe ich aus dem reststück der geblümten seide gleich noch ein oversize-blusentop genäht, ganz simpel - der stoff darf fallen und rascheln. und zur not passt auch noch ein russisches matrosenhemd drunter......
und sonst
der rock ist ebenfalls von mir, aus vintage stoff von omas beständen - knapp 20 jahre trage ich den nun und immernoch gern - und ja: der taillenbund passt auch nach 2 jahrzehnten, ganz ohne gummi.
nennt man disziplin.
gürtel - 2.hand gucci, schuhe - vintage - 30er. die anderen gürtel - auch 2.hand.
mein nähplatz
neben der industriemaschine aus den 50ern (rechts) eine haushaltmaschine mit tisch im skandi-design (made in DDR) aus den 60ern. neulich habe ich die spindeligen holzbeinchen abgeschraubt - immer, wenn ich gas gab an der nähmaschine, wackelte das ganze wie´n lämmerschwanz..... jetzt ruht der maschinentisch auf metallenen industrie-schubladenschränken aus den 90ern - wie ein fels in der brandung.
und die schränke sind endlich auch aus dem weg.
tip:
an stark beanspruchten stellen kleine stoffstückchen auf beiden seiten unter das ende der naht legen - hier das halsloch.
keine klebeeinlage verwenden - die schlägt gern mal durch bei feiner seide.