Dienstag, 14. Juli 2020

regentropfen und malkastenfarben




ein bisschen was von allem

steckt in diesen ganz alltäglichen fotos......
zuersteinmal steh ich in einem #cottage garden, der auch noch voll #insektenfreundlich ist. der anzug ist #2.hand, #vintage und ein bisschen #DIY - ausserdem #pantone colors. blablabla....
😝

ähem.
ein juli-mittwoch im gebirge. regen, 15°C. vormittag fahrstunden, nachmittag korrespondenz und blog betreuen. später einen grossen topf leckeres essen kochen, der BW ist grad schwer am schuften und braucht #soulfood. (geht das schon wieder los!)


GARTEN

im beet sind grosse margeriten, schafgarbe und nachtkerzen dazugekommen. in pink: zarte hänge-pelargonien und die teichrose. auf der wildwiese stehen die strandastern wie weisse gischt.......die waldgeissbärte sind gerade am vergilben. am lilienbeet blüht das sedum rosa und die braunelle in lila. 
aber wie heist das weisse sternchenblümchen von 1,30 höhe?


ANZUG

die tasche hab ich grad genäht, aus zwei alten kitschigen deckchen (erbmasse), etwas leinenstoff fürs futter und vintagen taschenhenkeln aus holz. die stammen von einer 50s-basttasche, welche schon lange zu manitou gegangen ist - nachdem ich sie ewig geschleppt hatte als meine lieblingstasche.......
diese henkel sind aber noch lange gut und ausserdem von sehr praktischer form. und diese deckchen würde ich mir niemals auf die kommode legen, aber als lässige tasche mit ordentlich stauraum genau richtig. genäht war das ding schnell. seitdem schleppe ich sie täglich - ein zeichen, dass der plan aufgegangen ist. und sie zu sehr vielen meiner klamotten passt!


der rechte stoff ist goldbrokat - das lässt sich nur nicht fotografieren...


danke, sunny, für die anzug-inspiration!

pullover - über 10 jahre alt, ärmel hab ich schlussendlich gekürzt, für langärmelig ist das material zu dünn IMHO
rock - 2.hand
leggings - 9 jahre alt
schuhe - 3 jahre alt
schirm - vintage












Freitag, 10. Juli 2020

der simple schnitt

manche dinge sind ganz einfach

zum beispiel nähen/schneidern. zumindest kann man es sich leicht machen - statt schwer. 
wie alle genies neige ich zur faulheit, sogar in meiner grossen passion, dem kleidermachen. und so bin ich vor ein paar jahren draufgekommen, die ganzen komplizierten schnittmuster und verarbeitungen denen zu überlassen, die sich selbst was beweisen müssen - und bin zurückgegangen zu den wurzeln!

einen fast vergessenen wurzelstrang dieser ursprünglichen art, kleider zu machen, hat frau nähfreundin neulich gepostet - sie hat ihn in mexico entdeckt.
ich hab ihr gleich einen begeisterten komment hinterlassen und mich anschliessend auf die suche im eigenen blog gemacht - nach bildern von kleidern und blusen im simplen schnitt!

die idee hinter diesem schnitt klingt komplex - der schnitt selbst und auch die verarbeitung in stoff ist erschütternd unkompliziert. ich wollte kleidung, die unaufwendig zu fertigen ist, ein bisschen "mitwächst", variabel zu tragen ist und möglichst keine verschlüsse braucht - einfach übern kopf ziehen......
und die kleider müssen taschen haben!

entstanden sind schmale kleider mit aufgesetzten taschen, kleider mit weiten röcken mit seitennahttaschen - und ein paar blusen, sogar mit ärmeln und eine mit schluppe. die schmalen kleider sind durchgängig gefüttert*, bei den weiten nur der rock. 
(*die sommerstoffe sind mir pur zu dünn und das cheongsam trage ich auch über strümpfen, beim wollenen is eh klar.)
  diverse ausschnittformen von gar nicht bis tiefes V gibts es auch - ich habe eine schwäche für rückendecolletés, wie man unschwer erkennen kann........

und dann noch das cheongsam - bei dieser hochgeschlossenen form mit stehkragen kam ich nicht um eine verschlusslösung rum - aber dafür ist die besonders dekorativ!




baumwollprint aus der provence, gefüttert mit quietschgrünem maiglöckchenbatist - und tiiieeefem rückenaussschnitt!





baumwollpopeline!





fettes leinen mit resevedruck....





superleichtes käseleinen.





baumwollbatist, antiker spitzenkragen, vintage zierknöpfe und taillenband in der seitennaht - hab ich später wieder abgeschafft, s.u.:






cheongsam - aus leinen für mich und in baumwolle für katrin.....






winterkleid in wolle - die bluse drunter ebenfalls "der simple schnitt".
unten: bluse aus dünner wolle. 





baumwollbatist mit flatterärmelchen!





oben: vintage viscose 
unten: schweizer möbelchintz (baumwolle) mit handsiebdruck






Sonntag, 5. Juli 2020

wabi sabi

 



wir leben in den zeiten des hypes
 
alles ist supertollundmega. stille ist verpönt. nur wer rumschreit, lärm macht, lebt wirklich. immer in bewegung und wer was auf sich hält, der lässt sich bewegen: e-bike, speedboot, flugzeug..... alles muss und alles muss perfekt sein. und immer nagelneu. gründerzeit 2.0.

da sich hypes naturgemäss schnell abnutzen, muss eben auch ganz schnell was noch neueres, noch grelleres, lauteres, trendigeres her....... 

und weil auch das ein hype ist, postuliert man heute eben mal so nebenbei ein bisschen lästige nachhaltigkeit - haben morgen ja eh schon alle wieder vergessen dank ADHS.

und wer dachte, dass corona da irgendwas dran ändern würde, der weis spätesten jetzt: es war ein schöner traum. eine bessere welt wäre möglich gewesen. 
aber die will keiner* haben - offensichtlich.



*abgesehen von ein paar wenigen idealisten wie  frau hummel, mir und einigen hier zwar ungenannten aber seelenverwandten...







Richard R. Powell fasst Wabi-Sabi so zusammen: „Es nährt alles, was authentisch ist, da es drei einfache Wahrheiten anerkennt: nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt.“










„Beschränke alles auf das Wesentliche, aber entferne nicht die Poesie. Halte die Dinge sauber und unbelastet, aber lasse sie nicht steril werden.“








Andrew Juniper erklärt: „Wenn ein Objekt oder ein Ausdruck in uns ein Gefühl der tiefen Melancholie und eines spirituellen Sehnens hervorruft, dann kann man sagen, dieses Objekt sei Wabi-Sabi.“ 






die zitate zum anti-turbo-kapitalismus-text habe ich bei wikipedia gefunden.




alle fotos von mir & aus dem BWH-garten