zack - frühling.
eben noch ein halber meter schnee im garten und skilaufen als freizeitbeschäftigung.........
.....und dann - pünktlich zum 1. märz: start der gartensaison. von jetzt auf gleich.
musste mich richtig schubsen - irgendwie war ich noch auf winter eingestellt. aber alle gärtner wissen - gehts erstmal los, gehts schlag auf schlag. und vertrödelt man den start kommt man irgendwann kaum noch hinterher - mit der ganzen arbeit.
denn - der frühling ist die arbeitsintensivste zeit im garten.....
ordnungsfanatiker gucken besser weg
also habe ich mich am montag aufgerafft - hilfreich war, dass ab mittag die nebel sich verzogen hatten und die sonne durch den hangwald blinzelte.
finde es immerwieder faszinierend, wie froh einen gartenarbeit macht. auch wenn die bückerei und das knien anstrengend sind. die erde an den pfoten und jedes noch so zarte pflänzchen machen so glücklich und entspannt, dass das bisschen zipperlein nebensächlich wird.
und die ganze kranke aussenwelt auch.
das blumenbeet im vorgarten kam als erstes dran - die letzten welken strünke der mehrjährigen stauden mussten abgeschnitten werden - und bei der gelegenheit hab ich auch gleich das eine oder andere gräslein, welches sich in die rabatte verirrt hatte, ausgerissen. da man das ganze am besten macht, bevor die ganzen frühblüher im weg rumstehen, ist anfang märz genau die richtige zeit dafür. nie wieder im jahr hat man solch "baufreiheit" im staudenbeet.
so sah das vorgartenbeet VORHER aus:
und so NACH meinem einsatz:
perma-blumenbeet
wer die blanke dunkle erde vermisst, die es in den meisten gärten im frühjahr zu sehen gibt - die wurde hier "abgeschafft". erstens gibt es bodendecker - jetzt noch blass und braun - und zweitens "mulch" aus herbstlaub und staudenresten. so wächst kaum "unkraut" und die blumen kriegen natürlichen langzeitdünger ohne überdosierung. ausserdem wird der boden vor austrocknung geschützt.
und das "chaos" ist nicht nur gut für pflanzen - auch tiere freuts: unter vorjährigem laub können die kleinen wohnen und die grösseren (vögel zum beispiel) finden sie dann.....
und der mensch? der hat viel weniger arbeit, weil das ständige jäten und hacken entfällt (ich jäte höchsten 2-3x im jahr, gehackt wird gar nicht) und geld spart er auch - kein dünger muss gekauft werden, weniger wasser wird verbraucht, durch die verwendung von mehrjährigen und selbstaussähenden blumenpflanzen fallen die allmonatlichen trips zum gartencenter komplett weg......
man muss schon ganz schön genau hingucken, um die ersten schneeglöckchen zu entdecken:
der mann hat lauter gute ideen!
aber der gute bahnwärter brachte mir eine woche vorher welche samt erde, die er vorm bagger gerettet hatte. hübsch eingetopft schmücken sie nun das blumenfenster. die schönen tontöpfe haben wir beim wandern auf einer schutthalde am waldrand gefunden, einen ganzen kartoffelkorb voll!
liebe den kontrast von zarten blümchen, erdigen tontöpfen und vintagem kristallglas aus böhmen........
und genau - das hummelsche räuchersieb!
auch eine idee vom BW - die unteren enden vom (aufgegessenen) porree in wasser stellen und austreiben lassen - hat funktioniert!
(tip - öfter das wasser erneuern)
am dienstag habe ich den austrieb ab- und an die champignonpfanne geschnitten und anschliessend die strünke eingetopft - noch einer der waldkippen-töpfe: