Montag, 6. Februar 2017

warm am hintern





wollene kissenhüllen DIY


anfang der 70er waren karierte, wollene tischdecken der letzte schrei - zusammen mit studiokeramik und dicken wachskerzen dekorierten sie die wohnzimmertische.....
ich erinnere mich an ein dunkelfarbiges exemplar in der wohnung meiner eltern.
des bahnwärters mutter hatte eine in freundlichem rot-weiss.
die schlummerte dann 8 jahre in einem karton mit unseren wäsche-reserven.

ich bin ja der meinung, dass ein tisch nicht friert. 
und zum drauf essen taugen die wollenen decken auch nur bedingt - und nur hübsch ist mir zuwenig.
da meinte der BW dass es doch prima wäre wenn man im winter wollene kissenbezüge hätte....
gesagt - getan!
3 bezüge hab ich rausgebracht - ohne verschnitt - simple technologie ohne verschlüsse und dank fransenlook auch kein säumen:










derweil blühten die forsythien.....

falls sich jemand fragt ob er karierte kissen zu geblümten vorhängen kombinieren darf - meinen segen hat er:








Mittwoch, 1. Februar 2017

modish matrons / february / folk art







das thema für februar hat natalia formuliert:
INSPIRED BY FOLK ART

alle die hier schon länger lesen wissen natürlich dass ich folklore, trachten und davon inspirierte kleidung das ganze jahr über ganz alltäglich trage. mal volle breitseite ländlich-archaisch - mal die einzelteile so kombiniert dass nur ein eingeweihter das trachtenelement als solches erkennt.
diesmal eher ersteres:

L Ä N D L I C H - A R C H A I S C H



von oben nach unten:
15 jahre alte ski-sonnenbrille
von des BW mama geerbtes wollenes halstuch mit paisleymuster
tyroler trachtenjacke aus loden mit samt/spitzenbordüre
bestickte lammfellweste - von einer tante aus afganistan mitgebracht in den 60er jahren
handgefilzte stülpchen von antje
vintage dirndlrock
antiker unterrock - innen aufgerautes waffelpiqué - warm!
lange sportmänner mit wolle
kanadische entenjägerstiefel - 90er







bei der riesenauswahl

war es schwierig sich für einen anzug zu entscheiden....
so habe ich mir einfach und ohne langes suchen einen armvoll klamotten gegriffen und draussen in den pulverschnee geschmissen! 

(das sind aber noch lange nicht alle volkskunstteile die ich habe)

das gute an den trachten - die können das ab! bei aller blümeligkeit sind diese kleidungsstücke unglaublich robust und von nicht zu übertreffender qualität. der pinke rock, den ich hier trage, war 2002 mein erstes selbstgekauftes trachtenteil, gebraucht schon damals. in der zwischenzeit hab ich ihn vom wandern über alltag bis zur tanzveranstaltung andauernd getragen und hin&wieder gewaschen....sieht man ihm gar nicht an! 




antje
von der villa lilla (blog) hat diese zauberhaften stülpchen für mich gefilzt!! mir ist völlig schleierhaft wie man aus grober wolle so zarte und perfekte rosen filzen kann! sind die nicht märchenhaft!!!
als die aus dem päckchen purzelten hab ich beinahe geweint vor rührung.....
danke liebe antje - du bist eine grosse künstlerin!

verlinkt bei sunnys schmuckkistl



anden / alpen




minus 8 grad celsius 

waren es an dem tag als ich die fotos im vorgarten gemacht habe. kalt?? sicher! aber mit all der wolle auf der haut friere ich nicht. nichtmal an den nackten stellen!


afganistan / alpen

norwegen




alpen / indien / norwegen










hier die links zu





Sonntag, 29. Januar 2017

sommererinnerungen




2009
hochzeitsreise
wer errät die insel?



















summer capsule wardrobe - mostly 2.hand & DIY





Donnerstag, 26. Januar 2017

elbsandsteinglühen



spät im leben habe ich es für mich entdeckt - das bergsteigen. von weitem hat es mich fasziniert, aber in meiner näheren umgebung waren alpinismus und klettern keine themen.....
bis ich mit anfang 30 einen bergsportbegeisterten traf - incl. seiner bergkameraden. die ersten kletterwege ging ich im elbsandstein, an einem langem sommerwochenende. wir schliefen draussen, ohne zelte, lebten von hartem brot und knackwürsten und böhmischem bier. 4 herrliche, sonnendurchflutete tage - und gewaschen habe ich mich erst wieder zuhause.
von da an war ich infiziert. es folgten touren auf korsika, in den karpaten und den alpen, und immer wieder elbsandstein. einmal versuchten wir ein obskures minigebirge in niedersachsen zu beklettern - den ith. leider goss es drei tage in strömen. ich bin in aufgelassenen steinbrüchen, in kletterhallen und an natursteinmauern geklettert. und zwischendurch war ich richtig gut darin.
was das alles mit diesem francesco lacedelli zu tun hat? der hat seine erste tour als bergführer im alter von 67 unternommen, den alpenerforscher grohmann auf die tofana di mezzo geführt. 1863. faszinierend.
ist übrigens 90 jahre alt geworden, der francesco.




wenn ich mir den wikipedia-eintrag über lacedelli durchlese dann fallen mir auch all die bücher und texte übers bergsteigen ein die ich seit meinem erstem kletterausflug verschlungen habe. die namen der berge, der bergsteiger und der ortschaften habe ich alle schonmal woanders gelesen. in geschichten von geglückten abenteuern und schlimmem scheitern, grandiosen gipfelsiegen und dem kleinem bergglück........






mittlerweile finde ich mich manchmal schon ziemlich gebrechlich. aber dann fällt mir ein "wer rastet rostet". und das louis trenker mit 99 nochmals aufs matterhorn gekraxelt ist, mit einer jungen seilschaft. die ganz grossen berge werden es wohl nichtmehr in diesem leben - schon weil das ganze auch eine reichlich teure angelegenheit geworden ist. einfach so sein zelt in einem lauschigem alpentale aufstellen geht schon lang nichtmehr. 
aber jede tagestour, die ich auf eigenen füssen beende, ist ein kleiner sieg.
auch wenn ich nur den hiesigen bergen auf ihre sandsteinernen häupter steige - das glücksgefühl beim tun, dieses völlige beisichsein während des weges durch die felsen ist immer da. denn es hat nichts mit adrenalin und grossen höhen und deren gefahren zu tun. 
und eigentlich kann man´s nicht erklären - nur fühlen.





alle bilder aus den fenstern des BWH geknipst.