Sonntag, 7. April 2024

PAULA UND ICH. BERGLIEBE.


2008 auf korsika



gerade im frühjahr

im abstand weniger wochen kommen in den alpen mindestens 9 menschen um - man fand noch nicht alle - weil sie bei sturm/orkanwarnung und hoher lawinenwarnstufe (alles heutzutage per internet jederzeit und aktuell abrufbar) auf skitouren ins hochgebirge gingen......

in unserem minigebirge elbsandstein, dass eigentlich gar kein richtiges gebirge ist per definition, mussten am osterwochenende auch wieder etliche personen von der bergwacht gerettet werden - häufigste ursachen der unfälle: selbstüberschätzung und schlechte vorbereitung.

als "alte bergsteigerin" stechen mir solche meldungen natürlich ins auge, wie ich überhaupt vieles lese, was mit dem bergsteigen zu tun hat - historisches und mehr oder weniger aktuelles.....



2015 gamrig - und nein, ich musste hinterher nicht gerettet werden



eine dame finde ich besonders bemerkenswert

Paula Wiesinger (verheiratet Paula Steger, * 27. Februar 1907 in Bozen, Österreich-Ungarn; † 12. Juni 2001 auf der Seiser Alm, Italien) war eine Bergsteigerin, Kletterin, Skirennläuferin und Gastronomin.

Wiesinger war eine der Pionierinnen des sechsten Grades im Klettern, eine der ersten Frauen, die in der damaligen Höchstschwierigkeit eine Seilschaft führen konnte. Sie erschloss neue schwierige Kletterrouten in den Dolomiten wie z. B. die Ostroute der Rosengartenspitze, die Südroute des Winklerturms oder die Südkante der Punta Emma. 1932 gewann sie als Skiläuferin Gold bei der Weltmeisterschaft. 

skilaufen konnte sie also auchnoch!



erzgebirge - als es noch schnee gab......



und hier eine anektdote, die gerade für frauen sehr lustig und inspirierend ist

Wiesinger war zu ihrer Zeit (zwischenkriegszeit) eine der besten Bergsteigerinnen und hatte mehr Mut und Erfahrung als die meisten männlichen Bergsteiger in den Dolomiten. Sie war nicht nur eine gute Kletterin, sondern bewies auch Ausdauer und Nervenstärke: 

In der Südwand der Marmolata wurden sie und zwei Bergkameraden von einem Wettersturz überrascht. Nachdem der Seilerste vom Blitz getroffen worden war, massierte sie ihn und baute ein Biwak für den Verletzten. 
Am nächsten Tag gelang es ihr und dem Dritten, den Verletzten auf eine Terrasse zu bringen, wo sie ein zweites Mal biwakierten. 
Am dritten Tag überfiel auch den zweiten Mann Schwäche, und Wiesinger entschloss sich, alleine weiterzusteigen (d.h. ohne sicherung! die seilpartner lagen ja krank rum), da sie ein drittes Biwak kaum überlebt hätten. Oben traf sie Bergführer, die bereits eine Rettung eingeleitet hatten und teilte diesen den genauen Standort der verletzten Männer mit. Die Bergführer holten die beiden Männer aus der Wand und brachten sie nach Bozen in ein Krankenhaus, wo sie zwei Monate behandelt werden mussten. Wiesinger dagegen kam um 2 Uhr nachts in Bozen an und war am nächsten Morgen wieder bei der Arbeit.


(link zur quelle und noch mehr infos über über paula wiesinger)



2016 kipphorn sächsische schweiz



die nächste geschichte endet leider garnicht lustig - zeigt aber sehrgut, dass übersteigerter ehrgeiz der grösste feind am berg ist...

Tenjen Lama (Sherpa) starb bei einem Lawinenabgang etwa 80 Meter unterhalb des Gipfels des Shishapangma. Mit ihm kam auch die US-amerikanische Bergsteigerin Gina Marie Rzucidlo ums Leben. Beide Verschütteten konnten zunächst nicht geborgen werden. 
Am selben Tag wurden auch die US-Bergsteigerin Anna Gutu und ihr nepalesischer Bergführer Mingmar Sherpa am Shishapangma in 7800 Metern Höhe von einer Lawine mitgerissen und getötet. 

Anna Gutu, gebürtige Ukrainerin, und Gina Marie Rzucidlo befanden sich in einem Wettstreit um den Rekord, als erste Frau aus den USA alle 14 Achttausender bestiegen zu haben. Beiden fehlte nur noch der Shishapangma. 

(link zur quelle)



denkmal / sächsische schweiz



die grossen berge und touren sind mir schon lange viel zu anstrengend geworden - die kniegelenke 2.wahl machen da nichtmehr mit wie ihr ja wisst. 
aber gemütliche genusstouren, auch gern mit "felsberührung" aka kleinen kraxeleien, mache ich weiterhin - couchpotato ist keine option. und mit guter planung und selbstkenntis(!) ist auch der weg zurück noch ein vergnügen.....



2013 - windig!




Sonntag, 31. März 2024

FRÜHLING.PILLNITZ.KRITIK.





KAMELIENBLÜTE

hierzulande immer unter glas. kontinentalklima.

im schlosspark von pillnitz besonders schön. anmutige rokoko-gebäude und ein früher landschaftspark samt arboretum rahmen die wundersamen kamelien standesgemäss ein.
draussen wilde frühblüher namens buschwindröschen, scharbockskraut und veilchen - in der orangerie natürlich apfelsinen zwischen kamelienbüschen und palmen.






















WAS IST SCHÖN

gerade in so einem park springt sie einen ja förmlich an - die schönheit. ich kann mir nicht vorstellen, dass dort irgendjemandem nicht das herz aufgeht.....

umso verwunderlicher sind dann solche bilder, wie mir eines neulich einer meiner konspirativen mitarbeiter zugespielt hat: 






wie bescheuert kann man eigentlich sein......




Sonntag, 24. März 2024

FRÜHLINGSQUARK

 




DER WINTER GEHT

den letzten grünkohl geholt und gleich zubereitet - mit kümmel & kreuzkümmel und bisschen salz - schön in butterschmalz angedünstet.
erst am nächsten tag gegessen - dann isser schön durchgezogen!

in den schwarzen eimern wohnen vorübergehend diverse lilien, welche ich nach dem aufräumen des lilienbeetes nichtmehr dort unterbekommen habe - solange, bis mir, einfällt wohin damit.......

nur langsam schmilzt das eis auf dem seerosenbassin - die pflanze hockt noch im keller in einem eimer - sie ist nicht frosthart.












CLEAN EATING . BROTAUFSTRICH

bio-quark, bärlauch/zwiebellauch/giersch aus dem BWHgarten, ein spritzer bio-leinöl, prise salz.

ich esse gern reines roggen-knäckebrot - da ist tatsächlich nix weiter drin als roggenmehl und salz. herrlich!








ANZIEHE

wie immer:
rock - von mir, pullover - 2.hand, strickjacke/tuch/stiefel - vintage










Sonntag, 17. März 2024

GRATIS! GARTENTIPPS.

 






FRÜHLING!

im märz ist das weiss der schneeglöckchen dem lila der krokusse und primeln gewichen..... von ersteren kamen mehr als ich erwartet hatte zum vorschein - und letztere sind die ausgewilderten nachkommen von topfprimeln, die ich vor ewigkeiten mal ins staudenbeet gesetzt hatte anstatt sie nach dem verblühen wegzuwerfen.
ihr seht, einen versuch ist´s immer wert......










gärtnerische erfolge

die fröhlich ausstreibende kletterrose habe ich aus kopfstecklingen gezogen - von einem längst untergebaggertem exemplar aus einen aufgelassenen garten. ich habe mich immer über ihre tief-pinken blüten gefreut, wenn ich beim spazierengehen vorbeikam - dann eines frühlings mal die schere mitgenommen, frische triebe geschnitten (genau im richtigen moment - 2 wochen später kam der bagger!), in töpfen über den sommer wurzeln lassen und im herbst eingepflanzt. nach startschwierigkeiten - mäuse, mehltau... - rankt sie jetzt an 2 stellen im garten gen himmel.


und extra für lulu
die etagenzwiebel!

ich hatte sie gefragt, was sie unter "mehrjährigen gemüsen" versteht und sie hat mir welche genannt, unter anderem *allium × proliferum*...... nachgeschlagen - und siehe da - wächst schon den 2. winter in meinem garten im hochbeet - und ich kann die nur empfehlen!
pflegeleicht und der geschmack des lauches (man erntet eigentlich nur den lauch) ist herrlich - ausserdem sind sie viel verträglicher als normale küchenzwiebeln.
trotzdem danke - lulu!








und hier ein beitrag für alle hortensien-schon-im-herbst-ratzekahl-abschneider:

SO sehen hortensien im märz aus. 
alles noch dran und im schutze der alten blüten kriegen die neuen blättchen keinen gefrierbrand, wenn´s doch noch nachtfröste gibt.
später - wenn das gefröstel endgültig vorbei, schneide ich vorsichtig die alten blüten ab und entferne nur die toten äste - die man daran erkennt, dass sie keine grünen blätter und knospen haben.
 mache ich seit jahren so und die massen an prachtvollen blüten an brusthohen büschen geben mir recht.

die abgeschnittenen pflanzenteile werden gleich unter die hortensien geschmissen - mulch und dünger, den die sehr brauchen und der nix kostet. (auch herbstlaub, welches im hortensienbeet hängengeblieben ist, bleibt schön da liegen.)








geerbte gartenarchitektur

mit moos und pflänzchen, die auch zwischen steinen zurechtkommen, lassen sich die sünden betonverliebter vorbesitzer ganz gut kaschieren. man muss übrigens gar nix tun - macht die natur von ganz allein wenn man sie lässt. 
die treppe führt zur yogawiese - einer der wenigen halbwegs waagerechten flächen im BWHgarten......
rechts das schmale terrassenbeet war auch schon da, aber nach vielen jahren leerstand des anwesens nur mit langem gras bewachsen. wir hatten dann mal an einem waldweg einen grossen, zersprungenen terrakottakübel mitsamt vieler schwertlilien-rizome gefunden - die scherben liessen wir da - ton wird wieder zu der erde aus der er gemacht wurde - aber die schwertlilien bilden seitdem den grundstock des 
LILIENBEETES.
welches ich grade überarbeitet habe - auch da hatten sich ungebetene pflanzen breitgemacht und bedrängten die lilien. 


sommersalon

war auch schon da - ein hässliches blechdach auf hässlichen, rostigen eisenprofilen.
betonboden.
sogar die haken für die wäscheleine gabs schon......
und efeu.
wir haben das dort noch lagernde gerümpel entsorgt und saubergemacht. dann hat der BW an der ostseite eine pergola aus dachlatten gebaut. ich habe efeuranken an den eisenstützen hochgebunden - an eisen klettert der nicht freiwillig hoch. dann an der halben südseite - die andere hälfte dient als eingang - eine alte biergartengarnitur als "regal" eingebaut - passte grade genau rein. unten der tisch und darauf noch eine bank. für topfblumen im sommer und als ablage/büffett bei gartenfesten. apropo - eine bunte lichterkette noch mit echten glühbirnen beleuchtet die abende seit 13 jahren in wind&wetter - nur eine glühbirne ist seitdem kaputt gegangen - vom sturm zerschlagen. schafft keins der modernen leuchtmittel.
möbliert haben wir den sommersalon mit teilweise antiken gartenmöbeln und einem alten teppich.

davor stehen die aus altem holz (paneele - 1.hälfte 20.jh.) von mir gezimmerten pflanzkästen - 2 für die dahlien, einer mit einem lavendelbusch.

der efeu brauchte mal wieder einen fassonschnitt - die sache mit der grünen tarnung des hässlichen hat prima funktioniert - man konnte kaum noch rausgucken aus dem sommersalon. aber ungehindert rausgucken in den garten ist ja der witz an so´nem gartenzimmer - sonst könnte man ja im haus hocken.

vordergrund: die wildwiese mit verblühten schneeglöckchen - wer sieht den krokus?








DER 

freut sich allerdings über einen schnitt schon im spätsommer - der holunder. am besten, wenn die beeren reif sind, dann kann man gleich bequem am boden ernten...... allerdings macht man das nur alle paar jahre so intensiv (5-10) und dazwischen lässt man auch die beeren den tieren.

mit dem jäten des staudenbeetes bin ich durch fürs erste - nun treiben da die stauden und zwiebelpflanzen kräftig aus - vor allem die vielen lanzenblätter der frühblüher erstaunen mich - irgendwie mehr als letztes jahr scheint mir:








wen wundert´s

wer sich jetzt wundert, wie ich bei diesem herrlichen wetter so ellenlange posts verfassen kann - dafür wurden macbook, w-lan und liegestuhl erfunden - garden office sozusagen.

😎


zum schluss: wildlife

die graureiher haben ihre kolonie schon bezogen - hier sonnen sie sich am fluss und spähen nach mäusen, lurchen, fischlein.......







Sonntag, 10. März 2024

GRENZGANG

 




altes und neues

letztes weekend wandern gewesen. weil es sonntag war - leicht erreichbare gegenden überlaufen - und das wetter stabil und die tage schon länger - weitere wanderung ohne zeitnot möglich - sind wir am "ende der welt" eine ziemlich spektakuläre runde gelatscht.

tatsächlich in weiten teilen menschenleer.

allerdings streckenweise extrem unwegsam - ein steiler abstieg auf einem weg, der eher ein sumpf war (die neuen schuhe sind tatsächlich wasserdicht!), hat meine armen beinchen ganz schön gestresst...... auf dem letzten kilometer der wanderung wollte ich dann nurnoch ankommen.

aber - die an- und aussichten haben massiv entschädigt für die anstrengungen. nichtnur gab es landschaftliche höhepunkte und fast immer plätscherte ein bächlein in der nähe - man konnte auch live & in farbe der natur beim umbau von holzplantage zu richtigem wald zugucken.....






















frassspuren und puppenhüllen des borkenkäfers - und man sieht gut, warum der auch "buchdrucker" heisst:














als vor ein paar jahren die katastrophe *dürre-macht-borkenkäferplage-macht-kahlschlag* ziemlich frisch war, schrien gleich ein paar leute, die von natur nix verstehen und einen fichtenacker für wald halten:
AUFFORSTEN!
natürlich hatten DIE nicht vor, wochenlang den buckel krummzumachen um bäumchen zu setzen oder gar persönlich für den aufwand zu bezahlen.......

anyway.
dank regnerischem herbst & winter und endlich mal wieder licht am boden wächst der wald ganz von alleine nach - wie man an den jungbäumen auf den fotos sieht. nur nicht in reih & und glied - wie das aussieht!!



dann plötzlich, mitten im wald - eine alte mühle.......
irgenwie spooky.