nach der mittagsrast
mit sonnenbad und havelplantschen fiel es reichlich schwer uns wieder in die boote zu verfügen. aber es half nix - der anvisierte übernachtungplatz war der letzte vor havelberg, wenn wir am sonnigem strand geblieben wären hätte sich die nächste tagesetappe ins nicht schaffbare verlängert......
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| © jac 2016 |
jedoch - die götter sind mit den mutigen!
wir riskierten die einfahrt in einen seitenarm, wehr und schleuse waren demontiert.
belohnung in form von sonnendurchfluteter idylle und und einer flotten strömung:
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| © jac 2016 |
das nächste wehr rauschte allerdings fröhlich vor sich hin:
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| © jac 2016 |
eine nigelnagelneue kahnschschleuse ersparte das mühsame umtragen - aber geschenkt kriegt man nix - die schleuse war mit muskelkraft zu betreiben!
warum der job an mir hängenblieb weis ich allerdings nicht so genau....
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| © jac 2016 |
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| © jac 2016 |
immerhin musste ich nicht in der moddrigen schleusenkammer ausharren.
golden sank der spätsommerabend hernieder und mit sonnenuntergang erreichten wir strodehne.
und die kneipe hatte ruhetag.
zum glück bargen die bootsspitzen noch reichlich lebensmittel. der platz war gepflegt, mit schickem sanitärhäusl, kostete aber auch ein paar talerchen.
wir hatten eine ruhige nacht ohne gefechtslärm und das wecken besorgten tausende über uns hinwegziehende gänse.....
wie man am zusammenpack-foto sieht war der nächste tag ein grauer - aber
das dicke ende sollte noch kommen!
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die ersten 5km war alles prima - sogar leichter rückenwind. dann floss der fluss statt nach norden nach westen und der südost drehte auf westnordwest.......
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| © jac 2016 |
10 km bis havelberg bei windstärke 4 im gesicht.
wenn wir aufhörten zu paddeln wehte es uns den fluss wieder rauf!
da half auch die flucht in einen altarm nicht, das meterhohe schilf hielt den wind kaum ab.
aber auch an diesem tag gabs positive überraschungen - wir sahen ein seeadlerpärchen das genau über uns akrobatische flugmanöver im stürmischen wind veranstaltete:
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| © jac 2016 |
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| © jac 2016 |
endlich havelberg
der zeltplatz mit heissen duschen auf einer insel mitten in der stadt, ein leckeres und reichliches abendbrot in einer kneipe an der domtreppe, und endlich raus aus diesem wind.
wir waren ziemlich platt.
aber guter laune.
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| © jac 2016 |
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| © jac 2016 |
am nächsten morgen wurde gründlich ausgeschlafen, jens fuhr mit bus&bahn das auto holen und der rest der mannschaft baute die boote ab und verstaute allen kram fertig zum verladen.
auf der heimfahrt
kamen wir an tangermünde vorbei - mittagessen war sowieso fällig also fuhren wir in die alte hansestadt hinein, aßen was und spazierten durch die pittoreske altstadt:
meine landgangsuniform:
von mir mit einem reissverschluss komfortabel gemachte matrosenbluse aus lodenstoff - 2.hand von der US-navy
(trug ich auch im boot bei windstärke 4 und jeder menge spritzwasser)
ringelnicky vom mir genäht / altes wollenes halstuch
plisseerock - 2.hand
(ideal - weil aus polytieren knittert er kein bisschen im seesack!)
weisse leinenschuhe - mit aufgesticktem ankerchen!
herrlich sind die tage auf dem wasser - trotz anstrengungen - oder vielleicht gerade deswegen.
jedenfalls wollen jens und katrin sich jetzt auch ein boot kaufen!





















