meine lieblingslandschaft
oft werde ich gerfragt, warum ich mir das antue mit den morschen, schmerzenden knien.....
2 gründe - 1 "physikalischer" und 1 mentaler.
der physikalische:
wenn ich nicht wandern gehe werden die knie sogar noch schlechter, das jahr 2017 hat das wieder deutlich gezeigt.
der mentale:
ich liebe die berge. alpen, gebirge, felsen, hochebenen, schroffheit und liebliche täler im schatten von steinen und gipfeln.....
und auch wenn der weg ins tal zurück oft zur tortur wird - ich kann nicht aufhören hinauzusteigen. sehe ich gebirgiges *live&infarbe*, dann geht mir das herz auf.
etwas ganz besonderes ist natürlich die felsenheimat - früher nur an ein paar kletterwochenenden pro jahr - aber seit 7 jahren tatsächlich mein zuhause.
und ich hab mich noch nicht sattgesehen, werde es wohl auch nie. ausserdem gibts noch immer wege, welche ich noch nie gegangen bin - ecken, die selbst ich nur aus dem wanderführer kenne.....
und dann natürlich gibts die lieblingsorte und die immer wieder gern gegangenen wege - das ist alles ja auch irgendwie immerwieder neu - allein schon durch den wechsel der jahreszeiten bzw. unterschiedliches wetter.
und mit wem man dort hingeht - andere menschen bringen mit ihrer ganz eigenen wahrnehmung jedesmal neue "farbe" ins bild. deswegen gehe ich so gern mit besuchern wandern!
von den bergen ans meer
kruso - der film
spielt im wendejahr 1989 auf der insel hiddensee, unter aussteigern und gestrandeten. ein schöner film im wahrsten sinne des wortes, ein ziemlich romantischer rückblick auf dieses schicksalhafte jahr - aber das muss wohl so sein wenn man 30 jahre zurückblich auf eine jugend.
die ja auch meine jugend war - ich war damals im gleichen alter wie die protagonisten - alle gespielt übrigens von hervorragenden schauspielern. jedenfalls - auch in meinen erinnerungen war diese aufregende zeit irgendwie romantisch - trotzdem oder gerade weil wir (meine freunde und ich) am abgrund entlang balancierten - der abrund hies stasi-knast oder auch bürgerkrieg - dass es dann so glücklich endete im november erscheint immernoch wie ein wunder.
interessante hintergrundinfo:
knapp 30 jahre turbokapitalismus sind natürlich nicht spurlos an hiddensee vorbeigegangen, wie auch an der übrigen ostdeutschen ostseeküste. für den romantisch-morbiden charme der spät-DDR-landschaft wurde in ostpreussen, auf der kurischen nehrung gedreht......
und - unsere flitterwoche im jahr 2009 haben wir in dem im film eine der hauptrollen spielenden ferienheim verbracht - das war natürlich in der zwischenzeit zum hotel umgebaut worden.
wer damals nicht dabei war - angucken. kann man was lernen über "uns".
gesehen in der ARD-mediathek/noch bis 26.10. verfügbar