Sonntag, 13. September 2020

lust auf kunst

 




sehnsucht nach kultur

wärend die einen die seuche missbrauchen, um mit ihren dürren fäusten an eingebildeten gitterstäben zu rütteln, gibt es für uns als kulturmenschen und risikogruppe tatsächlich einschränkungen.....
haben wir sonst ohne nachzudenken jede gelegenheit wahrgenommen, um kunst, kultur und angenehme gesellschaft zu geniessen, so überlegen wir heute zehnmal, ob wir es riskieren können. und meist riskieren wir es nicht.

klar - es bleibt das bücherlesen, dokumentationen schauen, radio oder schallplatten hören - und wie vix neulich schrieb: der neue rock´n roll - das gärtnern!

aber irgendwann kriegt man die motten innerhalb des eigenen kastanienzaunes.........


zum glück lebt man in einer kulturlandschaft und ist selbst ein künstler

ersteres fällt denen mit den dürren fäusten offensichtlich gar nicht auf, geschweige denn dass es da sowas wie dankbarkeit gibt für die privilegierte wohnlage - letzteres muss ich mir selbst immer mal wieder ins gedächtnis rufen damit ich es nicht verbummle im getriebe der tage.


konkret....

......sind wir nach grosssedlitz gefahren - einem gigantischen, wiewohl unvollendeten barockgarten. einer unser lieblingsplätze, wir waren schon oft dort weis der langzeit-leser.
neben der grossartigkeit geniessen wir es, dass es dort niemals überlaufen ist (unter der woche zumindest) - unser anderer lieblingsort pillnitz fällt deswegen oft aus als ausflugsziel.

den park einen "formalen garten" zu nennen geht an der sache vorbei - es ist eine stilisierte landschaft. die elemente natürlich streng symmetrisch wie sich das für barock gehört - aber mit den (noch von formschnitt-hainbuchen gerahmten) waldquartieren und den ausblicken in die sanften berge rundum nimmt grosssedlitz schon die landschaftsgärten einer späteren epoche vorweg.
die entwürfe hat kurfürst august der starke übrigens selbst gezeichnet.

diese traumlandschaft eines (späten) renaissance-menschen und möchtegernkönigs wird getoppt durch riesige sandsteinstatuen an jeder ecke - götter und göttinnen, faune, satyre, elfen und allegorien - plus der unvermeidlichen pummeligen putti. der warme elbsandstein, die barocke formensprache und das genie der bildhauer lassen diese skulpturen äusserst lebendig wirken. überhaupt - dieser sandstein ist für mich der allerschönste stein überhaupt - im park ist er allgegenwärtig als treppe, pflaster, balustrade. und in den wegen - der kies ist nichts anderes als von der erosion zermahlener sandstein.....

am ende haben wir noch auf der terrasse des schlösschens gesessen, die aussicht genossen - siehe unser tisch auf dem foto - und kirschsaft und tee geschlürft!





























anzug

ich hätte in meinen gartenklamotten gehen können - da wäre ich weniger aufgefallen........
aber wie war das mit der kunst? genau. nicht vergessen!

also haare gemacht und einen eleganten anzug aus der eigenen werkstatt angezogen.
den rock hab ich noch in berlin genäht - spricht für den stoff, ein baumwoll-glencheck mit ungewöhnlichem farbverlauf.
die bluse war mal "ein sack", den ich in der örtlichen kleiderkammer gefunden hab - hatte dort letzten winter ein paar ungeliebte schals und mützen abgeliefert. der stoff - viscose-köper - stach mir gleich ins auge: weiche, feine qualität und dann PAISLEY in meinen lieblingsfarben türkis und neon-koralle!
ausserdem eine zauberhafte knopfleiste.

den sack - oberstes werkstattbild - hab ich komplett auseinandergenommen - direkt an den nähten zerschnitten um genau zu sein. trotzdem war immernoch genug material für eine oversize bluse da am ende. das damenrevers war mir aber zu brav - also kragen weg und das ganze umgedreht......hallo rückendekolleté!

aus den resten gleich noch einen neuen bund für meinen leinen unterrock gemacht, der alte zeigte arge verfallserscheinungen nach über 10 jahren tragen.......


auf handtasche hatte ich keine lust - wozu hat man einen mann mit geräumigen hosentaschen!? - aber ein wenig schmuck musste sein: medallion und armband sind vintage, das armband zeigt französische stadtwappen in emaille. die neon-koralle kette ist ein DIY aus verschienen fundstücken.
goldene sandalen - uralt. (von nahem sieht man es auch schon...)












Dienstag, 8. September 2020

die damen gingen wandern.......

.....und zwar in der böhmischen schweiz
 
die damen kennen sich schon ewig - wir treffen uns seit 3 jahren immer im spätsommer zum wandern im elbsandstein - die reservierung für nächstes jahr ist schon eingespurt.......

viel spass beim virtuellen mitwandern, statt brotzeit gibts legendären selbstgemachten schokoladenkuchen. 
die pilze hatten 2 von uns beim abendspaziergang - nach dem gewitter - gefunden. 
und die ferienwohnung war so hübsch, dass ich sie fotografieren musste.